03.12.2018: Löwen reißen Adler: knapper Heimsieg gegen Königshof

Das war ein hartes Stück Arbeit: Marco Bauer und Kai Funke freuen sich über den Heimsieg.

Erster Dezember, erstes Spiel des Hinrunden Endspurtes. Am 11. Spieltag der Regionalliga Nordrhein waren die Adler aus Krefeld-Königshof zu Gast in der Höhle der Löwen, formell traf also der Spitzenreiter auf den Vorletzten. Die Dumeklemmer wollen ihre Tabellenführung bis in die Winterpause verteidigen, ein Sieg gegen Königshof wäre dazu der erste notwendige Schritt. Die personelle Lage im Team von Khalid Khan wurde aber auch im Dezember nicht besser. Linksaußen Yannik Nitzschmann verletzte sich am Sonntag der Vorwoche im HVN-Pokal am Fuß und fällt für den Rest dieses Kalenderjahres aus. Außerdem fielen Jan Kerssenfischer, Marcel Müller und Fabian Claussen weiterhin aus, Ole Völker konnte nach einer langwierigen Knieverletzung wieder aktiv mitwirken. Durch diese angespannte Verletzungssituation kam es am Samstag zu einem spektakulären Comeback im Löwendress: Ex-Kapitän Ben Schütte nahm die Handballschuhe für die Dumeklemmer nochmal vom Nagel und wird seinem Team bis Jahresende auf Linksaußen aushelfen.

Wie man es mit Blick auf die Tabelle erwarten würde, erwischten die Löwen gleich den besseren Start in die Partie. Christian Mergner und Etienne Mensger stellten mit je zwei Treffern nach viereinhalb Minuten die frühe 4:0 Führung her. Nach dem ersten Tor der Gäste aus Königshof konnten die Dumeklemmer ihre Führung dann noch weiter erhöhen, Maik Ditzhaus erzielte nach knapp acht Minuten das 7:1. In Folge dessen kamen die Krefelder zunehmend besser ins Spiel, sodass die Löwen ihre Führung nicht weiter ausbauen konnten. Dejan Pavlov verkürzte für die DJK nach 12 Minuten auf 9:5. Grund dafür war zum einen der Bruch im Offensivspiel der Löwen, der den Gästen durch technische Fehler einige zusätzliche Ballbesitz ermöglichte, zum anderen fiel Abwehrchef Ace Jonovski nach 12 Minuten mit Adduktorenproblemen für den Rest der Partie aus.

Die Abwesenheit Jonovskis macht sich im weiteren Spielverlauf natürlich bemerkbar, die Löwen konnten den Tabellenvorletzten nicht mehr wie noch in der Anfangsphase vor große Probleme stellen, sodass sich die vier Tore Führung der Dumeklemmer weiter durch den ersten Durchgang zog. Über ein 12:8, 15:11 und schließlich 18:14 konnte sich keine Mannschaft in die eine oder andere Richtung absetzen, bis die DJK in der Schlussminute der ersten Halbzeit mit einem Doppelschlag auf 18:16 verkürzen konnte und die Partie so zur Pause beinahe ausgeglichen war.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs machten die Adler da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Unter anderem durch zwei Tore vom Ex-Löwen Sebastian Bartmann konnten die Adler nach 37 Minuten beim 19:19 erstmals ausgleichen und in Folge dessen beim 19:20 durch Tim Wirtz sogar in Führung gehen. Diese Adler-Führung hatte zwar nicht lange Bestand, da Etienne Mensger und Marco Bauer die Dumeklemmer prompt wieder in Front brachten, das Spiel war aber nichts desto trotz in der Schlussviertelstunde wieder offen. Nachdem die Adler 11 Minuten vor Schluss erneut den 22:22 Ausgleich erzielen konnten, setzten sich die Löwen nach 54 Minuten durch zwei Treffer von Lukas Plaumann auf drei Tore, zum 27:24 ab. Abermals konnten die Königshofer 90 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer erzielen, dann waren es aber Comebacker Ben Schütte mit seinem Einstandstor und Kreisläufer Christian Mergner, die die Löwen jeweils wieder auf zwei Tore in Front brachten und so mit dem 30:28 Endstand den Sieg sicherten.

„Trotz des Sieges können wir mit vielen Dingen nicht zufrieden sein“, resümiert Khalid Khan, „wir haben zwar 30 Tore gemacht, trotzdem war der Angriff aber katastrophal, wir haben unglaublich viele Fehler gemacht“. Für die nächsten Wochen „müssen wir uns steigern“, weiß Khan. Positiv nimmt er von diesem Spieltag den kurzen aber wichtigen Einsatz von Ole Völker mit: „Nach seiner Verletzung hat es erstmal nur für ein paar Minuten gereicht, in denen Ole aber gezeigt hat, wie wertvoll er für uns sein kann“. Kapitän Kai Funke stimmt seinem Trainer in der Analyse der Partie zu: „Wir haben keine gute Angriffsleistung gezeigt, haben viele Bälle hergeschenkt und zu viele technische Fehler gemacht“, konstatiert der Kreisläufer, „so haben wir es versäumt, uns nach dem guten Start deutlicher abzusetzen“. Funke weiter: „Trotz des Sieges ist das spielerisch nicht der Anspruch, den wir an uns selbst haben“. Die nächste Aufgabe wartet auf Kapitän Funke und sein Team dann bereits am nächsten Wochenende, im Zweiten von drei Teilen des Hinrunden-Endspurt trifft man auswärts auf die HSG Siebengebirge.

Spielfilm: 0:0, 4:1, 8:4, 11:6, 12:8, 15:11, 18:16, PAUSE, 19:18, 19:20, 21:20, 23:22, 27:25, 30:28.

Strafminuten: SG 0 / DJK 2

Aufstellung: Schmidt, Angelov - Bauer 5, Lazarov 5/2, Mergner 5, Mensger 5, Plaumann 3, Ditzhaus 3, Völker 2, Eugler 1, Schütte 1, Funke, Jonovski.