Am zehnten Verbandsligaspieltag der Saison 18/19 ging es für die Zwote auf eine der weiteren Auswärtsfahrten. Im Bergischen, genauer gesagt in Wermelskirchen, war man gegen die Zweitvertretung der HSG Bergische Panther gefordert, die die vergangene Spielzeit, noch unter altem Namen (TuS Wermelskirchen), auf einem guten vierten Platz beendete. Diese Leistung will das Team um seinen Trainer Frank Berblinger in diesem Jahr toppen und um den Aufstieg mitspielen, mit einem dritten Tabellenplatz nach neun Spieltagen hatte man für dieses Ziel noch alle Trümpfe in der Hand. Die Dumeklemmer wollten sich gegen eine der besseren Mannschaften der Liga in der oberen Tabellenhälfte behaupten und weiter Punkte sammeln, dafür musste Coach René Osterwind neben den Langzeitverletzten krankheitsbedingt auf einige weitere Spieler verzichten, Unterstützung kam dafür von Timo Schmitz aus der Ersten und Peter Ghiea aus der dritten Mannschaft.

Nachdem die Löwen in der Anfangsphase gleich zwei Mal durch Marc Steppke und Niklas Wergen in Führung gehen konnten, kamen die Panther nach dem 2:3 für die Ratinger besser ins Spiel. Kreisläufer Ben Thalmann erzielte nach gut sechs Minuten den 3:3 Ausgleich, nach etwa 13 Minuten erhöhte Rückraumspieler Yannick Faust für die Wermelskirchener dann auf 7:5. Vor allem defensiv fanden die Dumeklemmer im ersten Durchgang keine Lösung gegen das starke Zusammenspiel zwischen dem Panther-Rückraum und ihrem Kreisläufer Thalmann, sodass die Wermelskirchener bereits nach knapp 21 Minuten auf die zwischenzeitliche 12:7 Führung erhöhten und René Osterwind zu einer ersten Auszeit zwangen. In den verbliebenen neun Minuten bis zur Pause fanden die Löwen jedoch kein Mittel um den Angriff der HSG zu stoppen, sodass dieser die Führung aus der Auszeit bis zur Pause sogar noch um ein Tor vergrößern konnte und man beim Stand von 17:11 in die Kabinen ging.

Die Dumeklemmer hatten in sämtlichen Belangen Verbesserungspotential nach oben und waren bemüht, dieses in der zweiten Hälfte abzurufen. Mit deutlich mehr Tempo wollte man im Angriff zu schnellen Toren kommen, was gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auch gelang. Niklas Wergen und Marc Steppke verkürzten in der ersten Minute des zweiten Durchgangs gleich auf 17:13, einen Abstand, den man bis Mitte der zweiten Hälfte halten konnte. Auch die Schulterverletzung ihres Kapitäns Salim Jahan Bakhsh brachte die Löwen zunächst noch nicht aus dem Konzept, denn nachdem sich die Panther nach 42 Minuten wieder auf 24:19 absetzen konnten, verkürzten Alex Enders und Maik Ditzhaus auf 24:21 und brachten ihre Farben bei einem drei-Tore-Rückstand wieder in Schlagdistanz.

Das hohe Tempo zahlte sich aus, sodass die Dumeklemmer Mitte der zweiten Halbzeit wieder im Spiel waren und ihre Chance witterten. Timo Schmitz verkürzte beim 25:23 und 27:25 gleich zwei Mal auf den knappen zwei-Tore-Rückstand, der Anschluss gelang den Löwen allerdings nicht. Nachdem Jona Thalmann und Tobias Bonekämper für die Panther wieder auf 29:25 erhöhten, mussten sich die Löwen wieder erneut heran kämpfen, am Ende fehlten in der mittlerweile angebrochenen Schlussphase aber einfach die Körner. Mit der krankheitsbedingt dünnen Personaldecke musste man dem hohen Tempo der zweiten Halbzeit Tribut zollen und kam nicht weiter als auf drei Tore (29:26 – 31:28) an die Panther heran. In der Schlussphase riskierten die Löwen dann nochmal alles und versuchten jene drei Tore mit Kamikaze-Handball aufzuholen, der Gastgeber behielt jedoch die Nerven und nutze die Gelegenheit, um den Endstand in den finalen fünf Minuten mit einem 5:1-Lauf in die Höhe zu treiben. Somit unterliegen die Löwen den Panthern am Ende verdient, aber im Ergebnis zu hoch, mit 36:29.

Aus einem durchwachsenen Auftritt am späten Sonntagnachmittag kann man nichts desto trotz auch positive Erkenntnisse ziehen: beispielsweise die Leistungssteigerung und das Tempospiel im zweiten Durchgang, das die Löwen überhaupt erst zurück ins Spiel gebracht hat. Nichts desto trotz offenbart die Leistung im Bergischen einige Aspekte, an denen über das spielfreie Wochenende sicherlich gearbeitet wird, sodass das Kalenderjahr und damit auch die Hinrunde mit noch drei offenen Spielen erfolgreich beendet werden kann.

Spielfilm: 0:0, 2:2, 5:5, 8:6, 11:7, 15:10, 17:11, PAUSE, 19:14, 22:18, 25:22, 28:25, 31:28, 36:29, ENDE.

Strafminuten: Panther 10 / SG 2

Aufstellung: Karmaat, Loose – Steppke 7/3, Enders 5, Lindner 5/1, Wergen 5, Schlierkamp 4, T Schmitz 2, Ditzhaus 1, Jahan Bakhsh, Michel, Ghiea, Zarnekow.