Am siebten Spieltag der Verbandsligasaison 18/19 haben die Löwen wieder Heimrecht. Am ungewohnten Sonntag trifft das Team von René Osterwind auf den Kettwiger SV aus Essen. Schon beim eigenen Vorbereitungsturnier, dem Petra-von-Wachtmeister-Cup, trafen SG und KSV aufeinander, damals mit dem besseren Ende für die Essener. Die Kettwiger um Spielertrainer Marvin Leisen sicherten sich nicht nur den Sieg gegen die Löwen, sondern konnten auch das gesamte Turnier für sich entscheiden und setzten so schon vor Saisonbeginn ein erstes Ausrufezeichen.

Dementsprechend stehen die Kettwiger nach sechs Spieltagen auch auf dem dritten Tabellenplatz, mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze der Verbandsliga. Die Bilanz von 8:4 Punkten könnte sogar noch besser aussehen, wären da nicht die beiden Patzer gewesen. Gleich am ersten Spieltag verlor das Leisen-Team 27:28 beim HSV Dümpten, die zweite Niederlage gab es dann am vorletzten Spieltag bei 28:32 am Ratinger Europaring. Den letzten Spieltag vor der Herbstpause konnten die Essener dann wieder erfolgreich bestreiten, in heimischer Halle besiegte man die Cronenberger TG mit 27:25.

Die Löwen verabschiedeten sich ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis in die Herbstpause. Im schwierigen Heimspiel gegen den Oberligaabsteiger TSV Aufderhöhe erreichte man beim 33:33 einen Punktgewinn und hätte sogar die Chance auf die ganz große Überraschung und zwei Punkte gegen einen der Aufstiegsfavoriten gehabt. Den Schwung dieser guten Leistung wollen die Dumeklemmer auch über die Herbstpause konservieren und mit ins Spiel gegen den Kettwiger SV nehmen, der genau wie der TSV Aufderhöhe zu den besseren Mannschaften der Liga zählt.

Tabellarisch trennt die beiden Kontrahenten derzeit nicht viel, mit 7:5 Punkten liegen die Löwen auf dem fünften Rang und nur einen Zähler hinter dem kommenden Gegner. Das hat in dieser frühen Phase der Saison allerdings nur wenig Aussagekraft, viel mehr will das Team von René Osterwind beweisen, dass es seinem Gegner, im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen in der Vorbereitung, Paroli bieten kann. Dafür bedarf es einer konzentrierten und engagierten Leistung, genau wie im letzten Heimspiel gegen den TSV Aufderhöhe. Ob das gelingt und die bisher makellose Heimbilanz aufrecht erhalten werden kann entscheidet sich dann am morgigen Sonntag, Anwurf in der Gothaer Straße ist nicht zur gewohnten Zeit um 15:30, sondern schon um 13:00 Uhr.