Die Revanche ist geglückt: nach der knappen Niederlage im Hinspiel konnten die Löwen die Rückrundenpartie gegen die Zweitvertretung von Unitas Haan für sich entscheiden. Am 16. Spieltag der Verbandsliga Niederrhein besiegten die Dumeklemmer die Unitas in der Höhle der Löwen mit 31:22 (20:10) und klettern somit auf Tabellenplatz 5. Verletzungsbedingt mussten die Ratinger auf Keeper Benny Karmaat (Kiefer) und Regisseur Bastian Schlierkamp (Achillessehne) verzichten.

Die Dumeklemmer starteten gleich wie die Feuerwehr. Nach dem anfänglichen 1:1 erhöhten Neuzugang Florian Ludorf und Marc Steppke nach sieben Minuten auf 4:1 und stellten die Unitas vor allem über das Tempospiel vor große Probleme. Nach knapp 12 Minuten erzielten die Löwen schon das 6:2, sodass sich der Gast aus Haan zu seiner ersten Auszeit genötigt sah. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit drückten die Löwen weiter aufs Tempo. Sowohl über den starken Keeper Leo Loose, der seine Außen Ludorf und Steppke in den Gegenstoß schickte, als auch über die schnelle Mitte, die über den Rückraumrechten Bastian Lindner nach vorne getragen wurde, kamen die Dumeklemmer zu schnellen Torerfolgen, sodass man sich sukzessive weiter absetzen konnte. Über ein 8:3 stand es schnell 12:6 und fünf Minuten vor der Pause sogar 17:7, sodass sich eine Vorentscheidung ob der dominanten Leistung schon im ersten Durchgang anbahnte. Der 20:10 Halbzeitstand hätte sogar noch höher ausfallen können, wäre da nicht der starke Haaner Keeper Michael Frorath gewesen. Der Unitas-Schlussmann entschärfte den Löwen gleich vier, fünf freie Einschussgelegenheiten, sodass die Führung zur Halbzeit „nur“ zehn Tore betrug.

Nach der Pause schien die SG zunächst noch in der Kabine geblieben zu sein, denn in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit spielte nur die Unitas. Nach den ersten drei Treffern zum 20:13, erzielte Jan-Niklas Sinnwell das erste Löwentor im zweiten Durchgang. Anschließend netzte die Unitas wieder drei Mal in Folge zum 21:16 Zwischenstand. Die Folge des Ganzen: Timeout SG und der Versuch von Coach Osterwind seine Mannschaft wieder aufzuwecken. Gesagt, getan, begann die Zwote nach fünf Minuten der Abwesenheit wieder mit dem Handballspielen und konnte die Führung langsam aber sicher wieder ausbauen. Alex Enders erzielte eine Viertelstunde vor Schluss das 24:17, Maik Ditzhaus nach 50 Minuten das 28:19 und wieder Enders fünf Minuten vor dem Abpfiff das 30:20, sodass der zehn-Tore-Vorsprung aus der Pause wieder hergestellt war. In den Schlussminuten lief das Spiel dann gemächlich seinem 31:22 Endstand entgegen.

Unter dem Strich war der siebte Heimsieg der Löwen nie gefährdet und das Team von Coach Osterwind bleibt auch weiterhin in heimischer Halle ungeschlagen. Nichts desto trotz hätte man das Ergebnis auch noch deutlicher gestalten können, denn nachdem man in Halbzeit Eins ganze 20 Tore erzielen und 25 hätte erzielen können, brachte man im zweiten Durchgang „nur“ noch elf Tore auf die Anzeigetafel. Klammert man die fünfminütige Tiefschlafphase zu Beginn der zweiten Halbzeit aus, kassieren die Löwen in 55 Minuten nur 16 Gegentore, was in weiten Teilen des Spiels für die gute Abwehrleistung spricht. Daran und an das Tempospiel aus der ersten Halbzeit müssen die Löwen in der kommenden Woche anknüpfen, denn als nächstes trifft man im Stadtderby auf den TV Ratingen.

Spielfilm: 0:0, 2:1, 5:2, 9:4, 13:6, 17:7, 20:10, PAUSE, 21:16, 23:17, 23:17, 28:19, 29:20, 31:22, ENDE.

Strafminuten: SG 8 / Unitas 8

Aufstellung: Loose, A Schmitz – Steppke 9/3, Enders 6, Wergen 4, Ludorf 4, Ditzhaus 3, Sinnwell 3, Lindner 2, Jahan Bakhsh, T Schmitz, Oppitz.