Am Sonntag ging es für die Zweitvertretung  der SG Ratingen zum Spitzenspiel nach Meerbusch, den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellen Zweiten.

Zu Beginn des Spiels konnte man beiden Mannschaften die Nervosität anmerken, viele Fehlpässe und Fehler beim Abschluss überwogen. Doch nach einigen Minuten hatten sich die Ratinger gefangen und konnten die ersten Tore erzielen. Dennoch gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Abwehr stand von Beginn an hervorragend und ließ nur wenige Tore zu. Hervorragend im Griff hatte man auch den besten Meerbuscher Schützen Rob Hollburg, der im ersten Durchgang nur wenige Möglichkeiten hatte, da er konsequent gedeckt wurde. Linskens konnte direkt zu Beginn des Spiels einen 7-Meter parieren.  Im Verlaufe der ersten Halbzeit konnte man sich einen Drei-Tore-Vorsprung erspielen.

Für Aufregung im Spiel sorgte der Schiedsrichter, der den Gastgebern ein Tor zugesprochen hatte, welches gar keines war. Der Ball prallte von der Wand hinterm Tor ab und berührte das Außennetz,  was den Schiedsrichter dazu veranlasste, diesen Abpraller als Tor zu werten, Selbst die Gastgeber waren davon überrascht, aber warum sollte man auch zugeben das es kein Tor war… Nach kurzer Diskussion wurde das Tor dennoch anerkannt, aber auch durch diese unglückliche Situation ließen sich die SG´ler nicht aus der Ruhe bringen und spielten konzentriert weiter. Den Ratingern gelang es jetzt immer wieder durch die starke Deckungsarbeit die Angriffsversuche der Gastgeber zu unterbinden und schnelle Angriffe über die erste und zweite Welle einzuleiten, so dass man sich zur Pause einen sechs Tore Vorsprung erspielt hatte. Bis zur Halbzeitpause war es die beste Mannschaftsleistung in der Saison.

In der zweiten Halbzeit wollte man dort weiter machen, wo man in der ersten Halbzeit aufgehört hatte, doch leider nahm das Spiel aus Ratinger Sicht eine andere Wende.

Durch konsequente Fehlentscheidungen des Schiedsrichters konnte man die ersten Minuten der zweiten Halbzeit nur mit fünf Feldspielern bestreiten. Anscheinend ließ man sich von der desolaten Schiedsrichterleistung anstecken, denn im Angriff wurden die Bälle leichtfertig weggeworfen oder man blieb in der jetzt aggressiveren Abwehr des Meerbuscher HV hängen. Man schaffte es gerade mal in der zweiten Halbzeit fünf Tore zu erzielen, aber auch die Deckungsarbeit ließ jetzt zu wünschen übrig. Durch Absprachefehler und fehlende Aggressivität  hatten jetzt die Meerbuscher ihre Chancen, die auch eiskalt genutzt wurden. Und so kam es wie es kommen musste, Meerbusch holte Tor um Tor auf und kam schließlich zum Ausgleich.

Eine Schrecksekunde gab es kurz vor Schluss, als der Meerbuscher Thomas Bauer zusammenbrach. Nach kurzer Behandlung konnte er vom Spielfeld getragen werden, so dass das Spiel fortgesetzt werden konnte.

Kurz vor dem Schlusspfiff gelang Meerbusch das 20:19, was gleichzeitig der Endstand war. Aufgrund der starken ersten Halbzeit wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.

Trainer Andreas Wirtz konnte nur mit der ersten Halbzeit zufrieden sein, für die Mannschaft heißt es jetzt zusammenreißen und sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren, denn jede weitere Niederlage könnte den Aufstieg gefährden.