Im dritten Pflichtspiel innerhalb von acht Tagen trifft das Löwenrudel auf die Zweitvertretung von TuSEM Essen (So., 16 Uhr, Sporthalle Margarethenhöhe). Die junge Mannschaft von Trainer Herbert Stauber ist so etwas wie die Wundertüte der Liga. Durch den extrem niedrigen Altersdurchschnitt sind viele Spieler der Essener in mehreren Mannschaften unterwegs und die Zusammensetzung des Teams selbst für Stauber kaum abzuwägen. Für die SG macht dies die Aufgabe beim Traditionsverein keineswegs leichter, es bleibt dem Team von Richard Ratka wohl nichts anderes übrig als sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren.

Der TuSEM ist mehr schlecht als recht in die Saison gestartet. Früh fand man sich im Tabellenkeller wieder, was aber auf unglückliche Niederlagen bei den Spitzenteams Gladbach, Remscheid und dem erstarkten MTV Rheinwacht Dinslaken zurückzuführen war. Hier wären Punkte Zugabe gewesen, dennoch stellt sich die Situation gerade für junge Spieler dann besonders schwer dar. Wendepunkt war wohl der knappe Sieg in eigener Halle gegen Königshof, fortan punkteten Staubers Schützlinge regelmäßig. Mittlerweile sind sie auf einem beruhigendem siebten Tabellenplatz angelangt, das Ende der Fahnenstange ist aber sicherlich noch nicht erreicht.

Auf die Dumeklemmer wird eine schwere Aufgabe warten. Die jungen Talente von der “Maggi-Höhe” sind technisch und taktisch bestens geschult und in der Lage, hohes Tempo zu gehen. “Viel wird wiederum davon abhängen, inwiefern wir psychisch dazu bereit sind, noch eine Schippe draufzulegen.”, weiß Richard Ratka. Für einige seiner Spieler ist das Spiel gleichermaßen eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Neben Alex Schult und Damian Janus kennt vor allem Ben Schütte den Verein aus jahrelanger Erfahrung: “Ich habe über 14 Jahre in diesem Verein gespielt und fast alles mitgemacht. Ich habe dem TuSEM sehr viel zu verdanken, das vergisst man nie und ich freue mich sehr auf das Spiel und das Wiedersehen alter Bekannter”.

Die personelle Situation im Rudel ist unverändert durchwachsen. Etliche Spieler tragen Blessuren mit sich herum und ein Einsatz von Anthony Pistolesi ist aufgrund des hohen Trainingsrückstandes sehr unwahrscheinlich. “Nach dem Spiel in Essen haben wir erstmal ein Wochenende spielfrei, dann bleibt Zeit zum Wunden lecken. Aber vorher wollen wir natürlich unser Spiel gewinnen.”, gibt Ratka das unmissverständliche Ziel für Sonntag aus.