Bisher hatten die A-Jugend-Spieler bereits ausreichend Gelegenheit, ihr Können bei der ersten Herrenmannschaft unter Beweis zu stellen. Neben den bisherigen Turnier-Teilnahmen, wollte Trainer Julian Bauer seine Schützlinge aber auch über die volle Spieldistanz von 60 Minuten testen und verabredete ein Testspiel gegen die erste Herren-Mannschaft von Jahn/West Oberkassel. Leider standen ihm durch die Ferien nur 7 Feldspieler zur Verfügung und obendrein fehlten ihm beide Torhüter. Dafür half Sven Maletzki von den Herren zwischen den Pfosten aus.

Allerdings wollte Bauer die Mannschaft nicht nur einfach spielen lassen. Er gab ihr auch einige Aufgaben auf den Weg. So startete die SG Ratingen mit der neu einstudierten 4:2-Deckungs-Variante in das Spiel, die erstaunlich gut funktionierte. Die Oberkasseler kamen zu Beginn überhaupt nicht mit dieser Deckungsform klar und die Ratinger kamen häufig zu einfachen Ballgewinnen, die konsequent in Tempo-Toren umgemünzt wurden. So setzten sich die Ratinger schnell vom Gegner ab und bauten ihre Führung immer weiter aus. Zwischenzeitlich wechselte die A-Jugend wieder zur gewohnten 3:2:1-Deckung, was aber keinen Abbruch im Spiel hinterließ. So endeten die ersten 30 Minuten mit einer 18:10-Führung.

Leider änderte sich das Spiel im zweiten Durchgang doch erheblich. Anstatt konsequent die Leistungs- und Einsatzbereitschaft der ersten Halbzeit fortzuführen, unterliefen den jungen Spielern immer mehr Fehler. Daraus resultierten für die Gäste viele Ballgewinne, die diese zum schnellen Spiel nach vorne nutzten und dadurch Tor um Tor aufholten. Auch die weiteren taktischen Mittel, wie offene Manndeckung oder den Austausch des Torwartes zu Gunsten eines siebten Feldspielers, führten zu keiner Besserung. Die Kraft und die Konzentration ließ immer mehr nach und kurz vor Spielende waren die Gäste bis auf 1 Tor heran gekommen. Mit dem Schlusspfiff gelang allerdings den Ratingern noch ein Treffer, so dass die Begegnung am Ende mit 29:27 gewonnen wurde.

Gute Noten über die gesamte Spieldauer verdiente sich Alexander Bryde, der in allen Deckungs-Varianten und auch im Angriff überzeugen konnte. Auch die beiden Neuzugänge Nico Helfrich und Timo Lohr zeigten deutlich auf, wie wertvoll sie für die Mannschaft sein können.