Die Löwen gewinnen auch dank eines guten Starts souverän in Hiesfeld. Nach fünfzehn Spielminuten führte die SG schon mit 3:13 und bringt trotz zweier Schwächephasen beide Punkte ungefährdet mit in die Dumeklemmerstadt. Bis auf Dominic Kasal, der gekonnt das Spiel führte, trugen sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein und kein Akteur markierte mehr als fünf Treffer. Ein sicheres Zeichen für eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Der Aufwärtstrend des Löwenrudels hält an. Mit dem vierten Sieg in Folge untermauert es die aufstrebende Tendenz der letzten Wochen und beißt sich an der Tabellenspitze fest. Der Hiesfelder Gastgeber verliert unterdessen den Kontakt zum oberen Mittelfeld und sieht sich aufgrund der Punktegewinne von Dinslaken und Königshof unter Zugzwang.

Die Begegnung verlief zunächst wie gemalt für Rudel-Coach Ratka. Die Defensive fand schnell die richtige Einstellung und vorne wurden die Angriffe geduldig abgeschlossen. Dem Gastgeber wurden so kaum Chancen gegeben über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen, Jahn-Coach Waclawczyk sah sich bereits nach zehn Minuten zur Auszeit gezwungen. Da stand es schon 2:10, und auch in der Folge sollte sich vorerst keine Besserung für sein Team einstellen. 3:13 nach fünfzehn Minuten, viel besser aus Sicht der Gäste ging es nicht.

Doch der TV Jahn ergab sich nicht in sein Schicksal. Mit der Einwechslung von Kapitän Busjan ging ein kleiner Ruck durch die Veilchen-Sieben, die zudem die fünf in Halbzeit eins ausgesprochenen Zeitstrafen gegen die Löwen clever nutzte. 10:18 hieß es kurz vor dem Wechsel, zwei schnelle Gegegtore ließen dann beim 12:18 zumindest ein wenig Hoffnung bei Busjan&Co. aufkeimen.

Nach der Pause bantwortete das Rudel die Geschehnisse vor dem Wechsel dann aber mit einem 1:6-Lauf, der den Abstand wieder in den zweistelligen Bereich trieb. Dieser wurde auch bis zum 17:27 (47.) dort gehalten, ehe sich die Gäste eine zweite schwächere Phase erlaubten. “Hier haben wir genau das gemacht, was Hiesfeld in die Karten spielt. Viel zu schnell den Abschluss gesucht und nicht konsequent genug gedeckt. Das hat mir gar nicht gefallen.”, konstatiert Ratka und findet so einen deutlichen Kritikpunkt am Spiel seines Teams.

Der Vorsprung schmolz im Minutentakt und beim 22:28 hatte er genug gesehen, nahm eine Auszeit und weckte so das Rudel noch einmal auf. Die nahmen in der Folge das Tempo aus dem Spiel und so Hiesfeld die einzige Chance auf ein besseres Ergebnis. Am Ende prangte ein 24:32 auf der Anzeigetafel, mit dem sich die Löwen an der Tabellenspitze behaupten und die es aufgrund der Gladbacher Niederlage in Königshof nun auch wieder nach Minuspunkten anführt.

Aufstellung SG: Bothe, Schumacher (bei einem 7m) – Pistolesi (1), Mensger (5), Müller (2), B. Schlierkamp (1), Giela (5), Schütte (3/2), F. Schlierkamp (3), Bartmann (5), Kasal, Helfrich (3), Janus (4)