Trotz 33 erzielten Toren in fremder Halle, mussten sich die Junglöwen am vergangenen Wochenende beim TV Bissendorf-Holte geschlagen geben. 33:41 hieß es am Ende, denn die Abwehr fand zu keiner Zeit ins Spiel.

Es waren die ersten zehn Minuten, die die A-Jugend der SG Ratingen brauchte, um ins Spiel zu kommen. Im Angriff taten sich die Junglöwen schwer, in der Abwehr zeigten sie noch nicht die nötige Aggressivität. Leichte Tore für die Gastgeber waren die Folge und ein erster Rückstand von drei Toren musste aufgeholt werden. Die Junglöwen, die ohne Sebastian Büttner (im Oberliga-Kader der 1. Herren), Lars Brauner (Nasenfraktur) und Milan Langheinrich (Sperre) angereist sowie mit zahlreichen angeschlagenen Spielern angereist waren, besannen sich dann aber auf ihre Stärken. Im Angriff wurde nun ruhiger gespielt und immer wieder bis auf die Außenposition abgeräumt.

Dennoch, trotz zahlreicher Umstellungen in der Defensive, konnte die in den letzten Spielen gezeigte Abwehrleistung zu keinem Zeitpunkt abgerufen werden. “Alles, was wir in der Abwehr versucht haben, hat nicht geklappt. Ich kann mit der Angriffsleistung zufrieden sein, aber dieses Mal war es, im Gegensatz zu den vergangenen Spielen, unsere Abwehr, die nicht in die Partie fand. Dies zog sich das komplette Spiel durch”, so Trainer Jens Engelen.

Denn auch in der 2. Halbzeit änderte sich dies nicht. Zwar zeigte die SG wie immer die Bereitschaft, bis zur Schlusssekunde zu kämpfen – und wurde zwischendurch auch für ihren Einsatz belohnt, als sie Mitte des zweiten Durchgangs den Abstand wieder auf drei Treffer verkürzte – doch die sich nun häufenden Zeitstrafen und das folgende Spiel in Unterzahl erschwerten immer wieder die eingesetzte Aufholjagd. Am Ende mussten sich die Junglöwen mit 33:41 geschlagen geben.

Trainer Jens Engelen: “Die Moral der Jungs ist wirklich ist bewundernswert, wo ja zu der Anzahl der Ausfälle noch einmal die gleiche Zahl an angeschlagenen Spielern kommt. Ganz klar, die Abwehrleistung heute war nicht gut und der Schlüssel dafür, dass wir die Punkte nicht geholt haben. Da haben wir uns viel mehr vorgenommen und nicht geschafft, es umzusetzen. Doch die Mannschaft zeigt im Training und im Spiel, dass sie nach wie vor lernen und vorankommen möchte. 80% des Kaders besteht inzwischen aus Spielern jüngeren Jahrgangs, die zusammen nach der Saison in die Quali gehen möchten. So bitter es aktuell ist, die gemachten Erfahrungen werden ihnen hierbei helfen.”