Letztendlich deutlich unterlagen die Junglöwen gegen den Tabellendritten TuSEM Essen am Wochenende in der Jugend Handball-Bundesliga. Mit 22:32 (12:17) spiegelt das Ergebnis zwar das Kräfteverhältnis beider Mannschaften an diesem Tag wieder, dennoch hat sich die A-Jugend der SG Ratingen, bei der der B-Jugendliche Jan Austermühl sein Bundesliga-Debut feierte, teuer verkauft und führte sogar bis zur 20. Minute.

Das Spiel begann gut für die Junglöwen, die beiden ersten Angriffe endeten direkt mit einem Tor. In der Abwehr schaffte es die Mannschaft um das Trainergspann Hoft/Engelen die Gastgeber immer wieder unter Druck zu setzen und somit nur selten ein kontrolliertes Angriffsspiel zuzulassen.

Über 4:2 und 7:6 aus Ratinger Sicht führte dies zum Stand von 10:10 und einer ersten Auszeit von Essen. “Die Mannschaft hat die Vorgaben zu Beginn der Partie sehr gut umgesetzt. Wir wollten den Angriff von TuSEM vor Aufgaben stellen, das haben wir geschafft. In unserer eigenen Offensive hat es ebenfalls sehr gut funktioniert, obwohl schnell klar wurde, dass wir wieder einmal für jedes Tor hart arbeiten mussten”, so Trainer Jens Engelen.

Dies machte sich in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit bemerkbar, die Defensive der Gäste zeigte sich besser sortiert und Essen gelang zu einfachen Toren. Zudem schlichen sich nun auch in der Abwehr der Junglöwen einige individuelle Fehler ein, die fehlenden Wechselmöglichkeiten machten sich bemerkbar. Essen zog über ein 10:14 auf 12:17 aus Ratinger Sicht zum Ende der 1. Halbzeit davon.

Jens Engelen: “Da wir wieder nur mit einem Minimalkader angereist sind, forderte die offensive Deckung natürlich einige Kräfte ein. Aber wir konnten Essen über weite Strecken ärgern, sie mussten erst kräftig durchwechseln, ehe sich der Erfolg einstellte.”

In der 2. Halbzeit gab es dann zwar keinen Zweifel mehr, dass der Favorit seiner Rolle gerecht werden würde, doch gaben sich die Junglöwen auch in den verbliebenen 30 Minuten nicht auf und kämpften um jeden Ball.

“Die Abwehr von Essen hat sich im zweiten Durchgang besser auf unseren sehr kleinen Rückraum eingestellt. Da war noch weniger Durchkommen und die Jungs mussten im geduldigen Spiel ihre Lücken finden. Dies gelang zeitweise recht ordentlich, aber ein ganzes Spiel ist in dieser Liga so nicht zu bestehen.”