Was für ein Spiel, was für ein Derby. Es war alles dabei, was das Handballherz höher schlagen lässt. Das Spitzenspiel zwischen den Stadtrivalen der SG und dem TV  war, wie erwartet, ein sehr enges und emotionales Spiel. Die SG setzte sich am Ende durch und gewann mit 23:15 (8:9).

Die erste Halbzeit war ein offener Schlagabtausch, in der sich keine der beiden Mannschaften einen klaren Vorteil verschaffen konnte. Die Junglöwen setzten sich zwar Mitte der ersten Halbzeit mit einem 5:3 kurz ab, der TV fand aber die richtige Antwort und kam zurück ins Spiel. Die Mannen von Trainer Stefan Oberwinster drehten die Partie vor der Halbzeit noch auf 7:9, doch die Löwen wollten nicht mit einem zwei Tore Rückstand in die Pause, erkämpften sich den Ball und trafen zum 8:9 Halbzeitstand. Es hätte allerdings auch ein anderes Ergebnis auf der Tafel stehen können, denn die Jungs des Trainergespanns Mensger/Glöckler brachten in den ersten 25 Minuten sechs Tempogegenstoßpässe nicht an den Mann, trafen innerhalb weniger Minuten mehrfach das Aluminium oder scheiterten am glänzend aufgelegten TV-Torwart Jakob Löcker, der seine ohnehin starke Leistung mit zwei gehaltenen Siebenmetern krönte.

In der Halbzeitpause wurden die Junglöwen neu eingestellt, was auch direkt zum Erfolg führte. Man konnte die Partie durch eine nun deutlich bessere und aggressivere Defensivleistung drehen und so setzte man sich mit einer 12:2 Serie nach der Halbzeit vorentscheidend ab. Die Folge dieser Serie war ein 20:11 nach knapp 43 gespielten Minuten. Diesen Lauf hatten die Löwen aber nicht nur der starken Deckung zu verdanken. Auch das gute Überzahlspiel, resultierend aus Undiszipliniertheiten der Gäste, wusste zu gefallen.

In den letzten 5 Minuten des brisanten Spieles ließ die Deckungsleistung etwas nach und so verkürzte der TV Ratingen bis zum Abpfiff auf 23:15. Die Junglöwen möchten sich auf diesem Weg noch mal bei den zahlreich gekommenen Zuschauern bedanken, die eine tolle Stimmung machten.

Aufstellung SG: Leo Loose, Jonas Brauner (3), Jan Roskosch (4), Bastian Lindner (1), Nils Holtmann (6), Jannik Fröhlich (1), Tim Zeidler, Martin Herzog (1), Marc Seeger (3/1), Moritz Glöckler, Jan Austermühl (3), Philip Hoffmeister (1)