Das Löwenrudel gibt sich gegen den punktlosen Gast aus Wermelskirchen keine Blöße und siegt in einem munteren Spiel mit 38:21. Der personell arg gebeutelte Gegner kann nur in der Anfangsphase dagegenhalten, beim Gastgeber erfreute man sich einer guten Leistung der Youngster Helfrich, Mensger und Büttner.

Die Gäste aus dem Bergischen, ohnehin schon dünn besetzt, reisten ohne Niklas Sichelschmidt an. Im Hinspiel hatte der junge Rückraumakteur vielfach seine Qualitäten unter Beweis gestellt, unter der Woche brach er aber zusammen und musste nach dem Verdacht auf Herzinfarkt intensivstationär behandelt werden. Da rückt das Sportliche schnell in den Hintergrund, die SG Ratingen wünscht auf diesem Wege gute und schnelle Genesung.

Am Ende war es dann das im Vorfeld von vielen erwartete Ergebnis. Mit siebzehn Toren Unterschied gewinnt die SG das Oberligaduell gegen den TuS Wermelskirchen und bleibt nach Pluspunkten Tabellenführer.

Den besseren Start erwischte dabei aber wieder einmal der Gegner. Nach überhastet vorgetragenen Angriffen ging der TuS schnell mit 0:2 in Front und sorgte hiermit für ein wenig Verunsicherung auf Seiten der SG. Den Bann brechen konnte sie erst in der 5. Spielminute, fortan lief es immer noch nicht wie geschmiert, trotzdem nahmen die Löwen langsam Fahrt auf. Ein 7:1-Lauf (7:3,  10.) brachte Sicherheit ins Ratinger Spiel, doch Wermelskirchen verteilte keine Geschenke. Bis zum 11:7 (18.) blieb der Abstand konstant, doch schon jetzt machte sich die größere Bank bemerkbar.

Ratka wechselte im Rückraum, brachte Marcel Müller und Anthony Pistolesi. Tor um Tor setzte sich das Rudel nun ab und beim 18:10-Halbzeitstand war eine Vorentscheidung gefallen. Beim TuS schwanden zusehends die Kräfte, die SG hingegen verteilte die Belastung auf viele Schultern. Besonders erfreulich war die Leistung der Jüngsten im Team. Etienne Mensger, Nico Helfrich und Sebastian Büttner wussten ohne Ausnahme ihre Spielzeit zu nutzen und zeigen, dass sie mehr und mehr im Seniorenbereich Fuß fassen.

Beim 21:11 (33.) war der Abstand erstmals zweistellig, munter blieb das Spiel aber bis in die Schlußminute. Bis hierhin wuchs die Rudel-Führung über 30:16 (45.) auf 37:20. In der Zwischenzeit musste Ratka allerdings eine direkte Rote Karte gegen Anthony Pistolesi quittieren, der sich nach einem kleinen Gerangel zu einer Undiszipliniertheit hinreißen ließ und nach einem Eintrag in den Spielbereichtsbogen mit einer Sperre versehen wird. Das letzte Löwentor unter dem Jubel seiner Mitspieler erzielte dann Rückkehrer Julian Sommer vom Siebenmeterpunkt. Seine Hilfe wird nach der Sperre Pistolesis noch wichtiger werden.

Aufstellung SG: Schumacher (1.-30.), Büttner (31.-60.) – Pistolesi, Mensger (4), Müller (5), B. Schlierkamp, Giela (3), Schütte (3), F. Schlierkamp (7/2), Bartmann (3), Kasal, Helfrich (4), Janus (8), Sommer (1/1)