Gegen den Nachwuchs des HSV Hamburg gelang den Löwen zwar keine Revanche für die deutliche Niederlage im Hinspiel, dennoch machten sie am vergangenen Sonntag beim 22:33 (7:16) einiges besser und hielten die ersten 20 Minuten und weite Strecken der 2. Halbzeit ordentlich mit. Weitere Ausfälle während der Partie erschwerten schließlich wieder einmal den gewohnten Spielaufbau.

Den besseren Start hatten die Gäste aus der Hansestadt und setzten sich zunächst auf 4:7 ab. Trotz zwei verworfener Siebenmeter gelang den Junglöwen aber der viel umjubelte Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt musste Rückraumspieler Milan Langheinrich bereits wegen einer Augenverletzung auf der Bank behandelt werden. Als schließlich auch noch Linkshänder Leon Fülber ausfiel (Verdacht auf Bänderriss), galt es, wie zuletzt häufig in dieser Spielzeit, mit dem letzten verbliebenen Rückraumspieler zu improvisieren.

Trainer Jens Engelen: “Wir haben dann zunächst notgedrungen mit zwei Kreisläufern gespielt, was aber gegen die defensive Abwehr des HSV sehr schwierig war. Die Mannschaft hat es auch nicht geschafft, sich so schnell umzustellen, denn zuvor waren wir sehr gut in der Partie und konnten diese ausgeglichen gestalten. Die plötzlichen Ausfälle waren bis zur Pause nicht zu kompensieren.”

Die Folge war ein 0:9 Lauf aus Sicht der SG Ratingen, was gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand von 7:16 und einer deutlichen Vorentscheidung war.

Wie immer waren die Junglöwen aber bereit, den Kampf auch über die zweiten 30 Minuten anzunehmen und markierten direkt die ersten beiden Treffer dieser 2. Halbzeit. Die Gäste aus dem Norden gerieten zwar in der Folgezeit niemals ernsthaft in Bedrängnis, dennoch lieferte sich die SG Ratingen mit dem aktuellen Tabellensiebten der JBLH einen offenen Schlagabtausch.

Jens Engelen: “Milan konnte nach der Pause noch mal eingreifen, da hatten wir wieder mehr Möglichkeiten. Dennoch hat wohl jeder gesehen, dass uns gegen eine kompakte Abwehr die Alternativen im Rückraum und die damit verbundenen einfachen Tore fehlen. Am Ende haben sich leider etwas zu viele Abspielfehler eingeschlichen, was Hamburg zu bestimmt vier oder fünf schnellen Toren nutzen konnte und das Ergebnis nochmal auseinander zog. Schön war, dass wir dennoch mit 15:17 die zweite Hälfte einigermaßen offen gestalten konnten und dass sich auch die eingesetzten B-Jugendlichen in die Torschützenliste eingetragen haben.”

Die nächste Partie der Junglöwen ist durch Karneval zwar noch etwas hin, lohnt sich aber trotzdem schon im Kalender zu markieren. Am 16.03. stellt sich zur gewohnten Zeit ab 16.00 Uhr mit der SG Flensburg-Handewitt der aktuelle Tabellenführer der Jugend-Handballbundesliga in der Gothaer Straße vor.