Die Junglöwen der SG Ratingen mussten im ersten Spiel des neuen Jahres gegen den Tabellensechsten Bad Schwartau eine 21:35 (9:18) Niederlage hinnehmen. An die gute Angriffsleistung aus dem ersten Erfolg der A-Jugend in der Bundesliga Mitte Dezember konnte in dieser Partie nicht angeknüpft werden und war hauptsächlich verantwortlich für die Niederlage.

Mit Lars Brauner (Nasenfraktur) und Leon Fülber (Bänderriss) fehlten verletzungsbedingt erneut zwei Spieler für den Rückraum. Zudem half Torwart Sebastian Büttner beim zeitgleichen Spiel der 1. Herren in der Oberliga aus. “Diese einzelnen Verletzungen treffen uns schwer, da wir ja keinen besonders großen Kader haben. Aber die Jungs konnten schon in der Hinrunde gut damit umgehen und wussten was auf sie zu kommt. Dass Sebastian Büttner die Chance erhält, sich nun auch in den Spielen der 1. Herren zu zeigen freut mich sehr. Dafür arbeiten wir ja täglich mit den Jungs, um sie auf solche Sachen vorzubereiten”, so Trainer Jens Engelen.

Zuviele Ballverluste und harmlose Bälle auf das Tor nutzten die Gäste aus dem Norden für schnelle einfache Tore, die eine gute Anfangsphase der SG Ratingen zu Nichte machten. In der Anfangsviertelstunde blieben die Junglöwen noch in Schlagdistanz, hatten mehrmals die Möglichkeit, zum Unentschieden gleich zu ziehen. Der Ausgleistreffer wollte jedoch nicht fallen, so dass die Gegenstöße der Gäste ab Mitte der Halbzeit den Abstand auf sieben Tore vergrößerten. Dabei gelang es der A-Jugend der SG Ratingen in der eigenen Abwehr immer wieder die Bälle zu erobern oder den Tabellensechsten vor schwierige Aufgaben zu stellen. Im Angriff ließ sich das jedoch oftmals nicht in Zählbares umwandeln.

Trainer Jens Engelen: “Wir haben am Anfang gut mitgehalten, aber konnten den Ball einfach nicht in das Tor unterbringen. Die Jungs haben im ersten Durchgang öfters auf das Tor geworfen als Schwartau, aber eben mit sehr mittelmäßigem Erfolg. Auch, weil wir uns zwar viele vermeintliche Chancen herausgespielt haben, der Angriff aber manchmal noch mehr Geduld hätte haben und vielleicht noch ein oder zwei Stationen weiter spielen müssen.”

So ging es mit einem 9:18 Rückstand in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchgangs lief dann allerdings noch weniger im Angriffsspiel der Junglöwen zusammen. Die geblockten Würfe, abgefangenen Bälle und mehrere Abspielfehler führten zu einem 11:29 in der 45 Minute. Das Spiel war natürlich entschieden. Doch die auch schon in der Hinrunde immer wieder demonstrierte Stärke dieser jungen Mannschaft, sich niemals aufzugeben, zeigte sich auch in dieser Partie.

Die vollzogene Auszeit zeigte Wirkung, vorne im Angriff wurde nun disziplinierter agiert und geduldiger gespielt. Die so verhinderten schnellen Angriffe der Gastgeber zwangen Bad Schwartau nun wieder vermehrt ins Positionsspiel, wo die Junglöwen mit ihrer über die gesamten 60 Minuten ordentlichen Abwehr noch weitere Bälle gewinnen konnten.

Am verdienten Sieger dieser Partie gab es keinen Zweifel, aber in der Schlussviertelstunde gelang es den Junglöwen zumindest, den Abstand auf 21:35 zu verkürzen.