Die SG Ratingen ist wieder in der Spur. Nach der unerwarteten Niederlage in Kettwig hat sich die Mannschaft um Coach Mahé mit einem Sieg im Spitzenspiel zurückgemeldet. In der eigenen Halle konnte die Unitas Haan mit 36:32 geschlagen  und somit der Abstand auf den zweitplatzierten TSV Aufderhöhe gehalten werden.

“Mit dem Sieg und den ersten vierzig Minuten der Partie bin ich sehr zufrieden.”, so fasste ein gelöster Pascal Mahé die Begegnung zwischen seiner SG und der Unitas treffend zusammen. Über weite Strecken dominierte die Heimmannschaft das Spiel und führte zeitweise schon mit zwölf Toren (26:14, 40.). In der Folge aber lud sie den stärker werdenden Gast zur Rückkehr in das Spiel ein und so stand nach sechzig Minuten ein Sieg mit “nur” vier Toren zu Buche.

Die SG zeigte sich besonders in der Anfangsphase hellwach und konzentriert. Trotz einer Manndeckung gegen Bastian Schlierkamp konnte sie schnell eine Führung herauswerfen. Über 3:0 und 8:4 (12.) glückte ein Start nach Maß, die sich bietenden Lücken wurden immer wieder genutzt und Gästetrainer Müller sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen. Doch wirklich fruchten sollte diese Maßnahme nicht, die besser aufgelegte Abwehr der SG zwang die Unitas zu Fehlern und im Angriff konnten sich vor allem Florian Schlierkamp und Julian Sommer durch Treffsicherheit auszeichnen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig im Spielverlauf. Ein starker Jens Bothe und eine kleine 5:1-Serie ließen die Führung auf zwölf Tore anwachsen und es deutete sich ein Kantersieg an. Doch die Unitas steckte nicht auf, trat nun in der Defensive aggressiver gegen den Ratinger Rückraum heraus und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Eine nachlassende SG trug ihren Teil dazu bei, dass die Unitas beinahe unbemerkt wieder in Schlagdistanz kam (33:29, 54.), der Sieg indes geriet nicht mehr in Gefahr. “Mit den letzten zwanzig Minuten können wir nicht zufrieden sein. In Kettwig bekommen wir in der zweiten Hälfte 20, heute 22 Tore, das ist eindeutig zu viel.”, legt ein selbstkritischer Kapitän Pflugfelder den Finger in die Wunde.

Die Leistung der ersten Hälfte soll in den kommenden Spielen über die gesamte Spieldauer gezeigt werden. Damit beginnen kann die SG  am Sonntag (10.3., 18.15 Uhr, Heckinghauser Halle), wenn sie beim LTV Wuppertal antritt.

Aufstellung SG: Bothe, Schumacher – Graefe (1), Sommer (6), Pflugfelder (5), Müller (2), B. Schlierkamp (4), Schütte (6), F. Schlierkamp (9/1), Dickel (3), Seidel, Mahé, Mensger, Lindner