Die SG gewinnt ihr letztes Auswärtsspiel der Saison, kann aber nur phasenweise überzeugen. Für die TG Cronenberg wird es aufgrund des Rader Sieges gegen den Lokalrivalen LTV Wuppertal nun sehr eng. Ohne selbst eingreifen zu können bringt erst der letzte Spieltag eine Entscheidung über den Klassenverbleib.

Die SG gewinnt das Spiel, mit Ruhm bekleckert hat sie sich aber nicht. Nach 60 durchwachsenen Minuten stehen zwei Punkte mehr auf der Habenseite, das Minimalziel wurde somit erreicht. “Wir wollten gewinnen, auch um uns nicht vorwerfen lassen zu müssen auf irgendeine Weise in den Abstiegskampf einzugreifen. Glückwunsch an den TV Ratingen, die Jungs haben ihren Matchball verwandelt!”, beschreibt SG-Mittelmann Richard Graefe den abgelaufenen Spieltag.

Doch bis dahin war es ein über weite Strecken steiniger Weg. Die SG, die verletzungsbedingt auf Flo Schlierkamp, Julian Pflugfelder, Pascal Mahé und Anthony Pistolesi verzichten musste, fand zunächst überhaupt nicht in die Partie. Während die Abwehr zumindest in der Anfangsphase noch ihre Arbeit machte war das Angriffsspiel viel zu statisch und pomadig, um die Cronenberger Deckung in Bedrängnis zu bringen. Beim Stande von 0:4 hatte Mahé genug gesehen und zog die grüne Karte. Doch auch seine taktische Variante, auf Kosten eines verwaisten Tores den siebten Feldspieler zu bringen, machte es vorerst nicht besser. Eine 8:1-Führung der Heimmannschaft stand nach 16 Spielminuten auf der Anzeigetafel.

Nun fiel auch noch Bastian Schlierkamp aus, für ihn kam Marcel Müller auf Halblinks und auch weil die CTG drei Mal das leere Tor nicht traf, ging es langsam bergauf. Tor um Tor wurde aufgeholt und beim 10:8 (23.) war das Spiel wieder offen. Und Sekundenbruchteile vor der Pause besorgte Lars Brauner nach starkem Anspiel von Müller den 15:14-Anschlusstreffer.

Und die SG konnte den Schwung wieder mit aus der Kabine bringen. Aus einer wieder besser stehenden Deckung gelangen Dickel und Schütte leichte Kontertore und beim 20:24 (48.) war der deutlichste Vorsprung erreicht. Eine doppelte Unterzahl, welche Cronenberg nutzte und die Hoffnung auf Zählbares aufrecht erhielt, verhinderte eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste.

Und tatsächlich wurde es noch einmal spannend, die SG vertändelt in der letzten Spielminute den Ball, es bleiben noch 15 Sekunden zu spielen. Cronenberg aber agiert zu überhastet und unstrukturiert, Seidel und Sommer blocken den finalen Wurfversuch.

Aufstellung SG: Bothe, Schumacher – Graefe (2), Sommer, Müller (2), Schlierkamp (2), Schütte (6/1), Dickel (6), Bauer (1), Seidel (2), Brauner (2), Helfrich (3), Mensger (2)