Das Löwenrudel schafft es nicht den Aufwärtstrend vom vergangenen Mittwoch fortzusetzen und muss die Punkte nach engem Spiel in Krefeld lassen. Letztendlich konnten die verletzungsbedingten Ausfälle und Einschränkungen nicht kompensiert werden und so steht die bereits dritte Pflichtspielniederlage in 2014 zu Buche.

Dass es bei den Adlern eng zugehen würde, das war im Vorfeld allen Beteiligten klar. Das Hinspiel hatte die SG noch mit einem vorsintflutlichen Ergebnis von 22:20 für sich entschieden und auch im Rückspiel sollte das Pendel erst in der Schlussminute ausschlagen. Während beim Gastgeber Shooter Bednarzik ausfiel, konnten Jens Bothe und Alex Schult gar nicht auflaufen. Ihre Ausfälle wiegen schwer, zudem gingen Marcel Müller und Ben Schütte gehandicapt in die Partie.

Den besseren Start gelang dabei den Krefeldern, die sich in der Anfangsphase auf Routinier Tim Christall verlassen konnten. Er fand die Lücke in der Löwendeckung ein ums andere Mal und sorgte dafür, dass auch aufgrund überhasteter Abschlüsse der SG gegen eine offensive 4:2-Formation nach zehn Spielminuten ein 5:3 auf der Anzeigetrafel prangte. Ratka brachte in der Offensive Schütte für den glücklosen Marcel Müller und mit der Zeit beruhigte sich das Angriffspiel der Dumeklemmer.

Ein 0:4-Lauf brachte eine 5:7-Gästeführung, die beim 10:13 Minuten vor dem Halbzeitpfiff drei Tore betrug. Zu diesem Zeitpunkt hätte die SG sogar höher führen müssen, hatte sie doch zwei Siebenmeter und ebensoviele freie Bälle vergeben. Krefeld nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte zur Pause auf 12:14.

Die Pause brachte indes kaum eine Änderung des Spielverlaufs. Über Arthur Giela kamen die Löwen immer wieder aus der Distanz zum Erfolg und seine einfachen Tore ließen den Vorsprung auf vier Tore heranwachsen (16:20, 38.). Eine Zeitstrafe gegen Damian Janus wussten die Adler dann gut für sich zu nutzen, sie tankten Selbstvertrauen und die Gäste ließen sich hiervon ein wenig beeindrucken. Aus besagtem Rückstand entwickelte sich eine 25:22-Führung der Heimmannschaft, das Spiel war gedreht.

Doch die SG antwortete prompt. 25:26 hieß es vier Minuten vor Schluß, die Spannung in der Halle war greifbar. Königshof schlug wieder zurück und ging 90 Sekunden vor dem Ende mit 28:26 in Front. Ein erfolgreicher SG-Angriff sorgte dann für ein furioses Finale, in dem eine zumindest streitbare Entscheidung der Unparteiischen das Spiel entschied. In Überzahl schließt Adler-Routinier Christall wenig bedacht über die Mitte ab. Sebastian Bartmann blockt, der Abpraller landet bei der SG. Der anschließende Pfiff verwunderte dann nicht nur die mitgereisten SG-Fans. Siebenmeter Adler, Bartmann soll beim Block auf fünf Metern gestanden haben.

Den Strafwurf verwandelte der auch sonst sichere David Biskamp ohne Probleme und beschert der SG einen weiteren Schlag im Kampf um die Tabellenspitze.

Aufstellung SG: Schumacher, Büttner – Graefe, Pistolesi, Mensger, Müller, B. Schlierkamp, Giela (8), Schütte (6/1), F. Schlierkamp (3), Bartmann (5), Kasal (2), Helfrich (2), Janus (1)