50 Minuten Handball der Extraklasse wurden am vergangenen Sonntag den rund 300 Zuschauern in der Halle Fliethe beim Tb Wülfrath geboten. Bei bestem Wetter und toller Atmosphäre traf dort die B1 von interaktiv auf einen motivierten, gut vorbereiteten Gegner, der es verstand in der ersten Halbzeit Druck aufzubauen und interaktiv zu verunsichern.

Beide Mannschaften kämpften auf Augenhöhe verbissen um jedes Tor, jedoch saß zu Beginn der Tb am längeren Hebel. Auch das Einwechseln eines 7. Feldspielers zum Ende hin konnte den Halbzeitrückstand von 13:10 nicht verhindern. In der zweiten Halbzeit musste eine deutliche Leistungssteigerung folgen, um doch noch den Sieg nach Hause zu fahren.

Die Spannung war zum Greifen nah und das Publikum schwitzte mindestens genauso stark wie die Spieler auf dem Feld, als die Aufholjagd nach dem Pfiff zur zweiten Halbzeit begann. Die Ansprache während der Pause durch Trainer Julian Bauer schien nun Wirkung zu zeigen. Mit mehr Konzentration und einer geschlossenen Mannschaftspräsenz brachte sich interaktiv immer weiter nach vorne und konnte den Abstand aufholen. Während die Luft bei den Wülfrathern langsam ausging, peitschten sich die interaktiven Jungs souverän weiter nach vorne. Der Spaß am Handball war ihnen in die Gesichter geschrieben. In ihrem 10. Pflichtspiel auf dem Weg zur Niederrheinmeisterschaft, wollten sie nicht mit einer Niederlage oder einem Remis auseinander gehen. Der 10. Sieg gegen den aktuellen Titelverteidiger sollte her. Bis zum Schluss hielten die Spieler beider Mannschaften die Partie auf hohem Niveau. Interaktiv schaffte es jedoch dann trotz einiger Fehlwürfe und unnötigen Gegentreffern in die erhoffte Führungsposition und konnte den Vorsprung halten. Unter tosendem Applaus verabschiedete sich interaktiv von Wülfrath mit einem 26:31. Kai Wingert konnte unter anderem mit 12 Treffern zu diesem wichtigen Auswärtssieg beitragen.

In der zweiten Halbzeit wurde deutlich, wie viel die Mannschaft investiert, um auch nach solch einem Rückstand, auswärts und unter Druck diese Leistung abrufen zu können. Neben den fünf Trainingseinheiten pro Woche ziehen Eltern, Spieler, Trainer- und Betreuerstab an einem Strang. `Die Stimmung ist einmalig!`, bestätigt Co-Trainer Sven Maletzki.

Wingert (12), Byrde (8), L. Lipperson (4), Ditz (3), Lindner (2), Mensger (2)