Die SG Ratingen 2011 ist mit einem Unentschieden in die Verbandsligasaison 2012/2013 gestartet. Am Samstagabend kam die Mannschaft nicht über ein 27:27 hinaus und konnte am Ende sogar glücklich sein, wenigstens einen Punkt aus dem Herrenhaus mitgenommen zu haben.

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen den Oberliga-Absteiger aus Mettmann verlief mehr als holprig. Neben dem langzeitverletzten Julian Sommer konnten die Rekonvaleszenten Julian Pflugfelder, Max Seidel und Marcel Müller nur sehr eingeschränkt oder gar nicht trainieren. Mit einer Grippe hatten unter der Woche außerdem Chris Rommelfanger und Ben Schütte zu kämpfen. Rechtzeitig zum Spiel fanden sich bis auf Sommer dann doch alle Spieler auf dem Spielbericht wieder, um zumindest phasenweise ihrer Mannschaft zur Verfügung zu stehen. Ganz verzichten musste Trainer Mahé hingegen auf Florian Schlierkamp und Richard Graefe.

Der Start der Partie verlief ausgeglichen (5. Minute, 2:2), ehe sich die äußerst engagiert und kämpferisch auftretenden Mettmanner mit einem 5:1-Lauf einen ersten Abstand erarbeiten konnten (13., 7:3). Verantwortlich hierfür: Die äußerst schwache Chancenverwertung der SG. Klarste Chancen aus freien Wurfgelegenheiten aus dem Rückraum oder Gegenstößen wurden vergeben. Diese Konzentrationsschwäche konnte die Mannschaft erst nach einer Auszeit ablegen und profitierte hierbei auch von einem Wechselfehler des Gegners, der neben einer 2-minütigen Überzahl auch den Ballbesitz brachte. Tor um Tor konnte der Abstand verringert und kurz vor Ende der ersten Halbzeit in eine 13:12 Führung verwandelt werden. Wiederum eine reine Konzentrationsfrage die letzte Szene der ersten 30 Minuten war der Ausgleich durch Vogt, der trotz Unterzahl und wenig verbleibender Sekunden von Linksaußen den Schlusspunkt setzen konnte.

Im zweiten Durchgang zeichnete sich ein ähnliches Bild. Trotz einer intensiven Halbzeitansprache des Trainers schlichen sich wieder leichte Fehler ins Spiel der SG, die sofort durch Gegentore bestraft wurde. Beim Stande von 18:21 (44.) drohte das Spiel aus der Hand gegeben zu werden, doch dies schien jeder Einzelne zu spüren und endlich wurde wieder die nötige Konsequenz an den Tag gelegt und Erfolgserlebnisse entsprechend von allen Spielern gefeiert. 4 Treffer in Folge bedeuteten in der 50. Minute die Führung. Von nun an stand das Spiel auf des Messers Schneide. Jede Führung einer Mannschaft wurde umgehend ausgeglichen, besonders nervenstark in dieser Phase war Bastian Schlierkamp, der drei 7-Meter Würfe sicher verwandeln konnte. Sein letztverwandelter Strafwurf 20 Sekunden vor dem Ende der Partie bedeutete gleichzeitig den Endstand, denn Mettmann konnte aus dem folgenden Ballbesitz kein Kapital mehr schlagen.

Aufstellung und Torschützen:

Bothe (1.-60.), Schumacher, Pistolesi (1), Pflugfelder (1), Wolf (2), Müller (1), Moeller, Bauer (2), Schlierkamp, B. (7), Schütte (8), Lewandowski, Dickel (3), Rommelfanger (2), Seidel