Die SG Ratingen bleibt ein unangenehmer Gegner für den Rather Drittligisten. Auch im zweiten Aufeinandertreffen der laufenden Vorbereitung war für den Gastgeber nichts zu holen. Zwar begegneten sich beide Teams in der ersten Halbzeit noch auf Augenhöhe, im weiteren Verlauf stabilisierte sich dann aber die Ratinger Defensive. Dem hatte der ART nichts mehr entgegenzusetzen und so gewann die SG auch in der Höhe verdient mit 24:30.

Eine gewisse Unsicherheit im Hinblick auf das bevorstehende Spiel war der SG nicht abzusprechen. Das lange und kräftezehrende Wochenende steckte den Spielern noch in den Knochen, außerdem konnten Damian Janus (verletzt), Julian Pflugfelder und Anthony Pistolesi (beide privat verhindert) nicht in das Spielgeschehen eingreifen. Trotzdem war die Marschroute klar, nach einem nicht ganz zufriedenstellenden Finaltag des SG Cups sollte sich die Mannschaft auf das bereits Erarbeitete konzentrieren und sich weiter stabilisieren.

Was zu Beginn dann auch in der Offensive gelang sollte sich aber nicht auf die Defensive übertragen lassen. Abstimmung und Rückzugsverhalten ließen zu wünschen übrig und so wurde der ART zu einfachen Toren eingeladen. Dieser Einladung folgte vor allem Henning Padeken, der den ihm gebotenen Freiraum nutzte und alle seine fünf Treffer in der Anfangsphase markierte.

Im geordneten Angriff sah sich Trainer Ratka zur Improvisation gezwungen. Ohne die etatmäßigen Linkshänder im Rückraum musste die vakante Position mit einem Rechtshänder besetzt werden. Diesen Part übernahm zunächst Dominic Kasal. “In diese Situation werden wir mit Sicherheit noch öfter geraten, deswegen bin ich froh, dass wir die passenden Lösungen für die Aufgabe gefunden haben.”, ist sich Ratka sicher gut gerüstet zu sein.

Ebenfalls gefallen haben dürfte ihm das Auftreten seiner Jungs direkt nach der Pause. Bei eigener Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Marcel Müller besserte sich das Deckungsverhalten und sollte der Mannschaft über den gesamten restlichen Spielverlauf Schwung verleihen. Davon profitierte auch der eingewechselte Magnus Schumacher, der sich ein ums andere Mal auszeichnen konnte und nur neun Gegentreffer in dreißig Minuten zuließ.

Für eine kleine Schrecksekunde sorgte Florian Schlierkamp, der sich nach einem unglücklichen Zusammenprall die Schulter verletzte und vorsichtshalber draußen blieb. Eine längere Ausfallzeit ist aber nicht zu befürchten.

Aufstellung SG: Bothe (1.-30.), Schumacher (31.-60.) – Giela (5), Graefe, Helfrich (2), Kasal (4), Müller (3), B. Schlierkamp (2), F. Schlierkamp, Schütte (9/4), Schult, Mensger