Die Ratinger Spielgemeinschaft begrüßt eine weitere Neuverpflichtung. Julian Renninger ist Kreisläufer beim TuS Wermelskirchen, dem aktuellen Spitzenreiter der 3. Liga West, und konnte für ein Zweitspielrecht gewonnen werden. Der 20-jährige zeigt mit einem Trefferkonto von 32 Toren in den ersten sechs Spielen seit Saisonbeginn hervorragende Leistungen. Doch nicht nur die Angriffsleistung wird die Mannschaft um Trainer Mahé weiterbringen. Insbesondere die derzeit noch unstete Abwehrarbeit soll durch Renninger gestärkt werden, der im Mittelblock und der Halbposition beim TuS deckt.

Die Bemühung, einen leistungsstarken Kader zu entwickeln, schien zu Beginn der Saisonvorbereitung bereits erfüllt, jedoch zeigten sich nun durch Verletzungen und den Abgang von Rommelfanger einige Engpässe im Mannschaftsgefüge. Besonders die Kreisposition machte Manager Schlierkamp lange Zeit Sorgen. Vor einigen Tagen erst erhielt Max Seidel nun eine feste Zusage für seinen Studienort in Bochum. Damit wird er dem Ratinger Handball treu bleiben können. “Wir hatten uns gerade im Hinblick auf den Ausfall von Julian Sommer für die Kreisläuferposition aber vorbehalten”, erinnert Schlierkamp, “einen weiteren Spieler nachzuverpflichten. Ich freue mich deshalb, mit Julian Renninger einen jungen, hungrigen Charakter gewonnen zu haben, der sofort unserer Idee überzeugt war.” Die Verpflichtung selbst wurde bereits vor dem ersten Spieltag getätigt, so dass Renninger schon mit der Mannschaft trainiert und sich auch das Spiel in Haan am vergangenen Wochenende angeschaut hat. Aufgrund von Absprachen mit seinem Erstverein ist er aber erst gegen Wuppertal einsetzbar. Julian Sommer ist nach seinem nun doch besser verlaufenden Genesungsprozess auch im Rückraum eine Alternative.

Interessanterweise wurden Schlierkamp und sein Bruder Florian ebenfalls wie Renninger in Solingen vom Jugendtrainer Leszek Hoft ausgebildet. Hoft war bis zum letzten Schuljahr noch Sportlehrer in Langenfeld an der Schule von Vorstandsmitglied Rolf Schlierkamp. Darüber hinaus leitete er auch Handballcamps für interaktiv e.V., einen der Stammvereine der SG. In diesem Rahmen wurde der junge Renninger bereits bei einem dieser Handballcamps von Florian Schlierkamp trainiert. An dieser Stelle zeigt sich erneut, wie klein die Handballwelt letztendlich ist. Insgesamt sind sich in Bezug auf die aktuelle Kadererweiterung  alle Beteiligten einig, dass ein Spieler mit großem Potenzial verpflichtet wurde. Auch Trainer Mahé zeigt sich sichtlich erfreut: “Die Idee des Zweitspielrechtes ermöglicht es uns, punktuell den Kader zu komplettieren und gleichzeitig an unserem Konzept festzuhalten, eigene Jugendspieler einzubauen.” Möglich wurde dies aber vor allem durch die gute Zusammenarbeit mit den Wermelskirchenern Verantwortlichen um Michael Stock.

Renningers Bindung an zwei Mannschaften garantiert natürlich keine regelmäßige Teilnahme am Ratinger Spiel- und Trainingsbetrieb, denn der Einsatz in Wermelskirchen hat dabei absolute Priorität. Dennoch wird er bei ausgewählten Spielen helfen und vermutlich das erste Mal im Spiel gegen Wuppertal eingesetzt werden können.