Kurz nach Beginn der Regionalligasaison 19/20 haben sich die SG Ratingen und Jan Kerssenfischer auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung geeinigt. Grund dafür sind unüberbrückbare Differenzen hinsichtlich des Reha- und Wiedereinstiegsplans des Linkshänders.

Kerssenfischer wechselte 2018 von der HSG Neuss/Düsseldorf in die Dumeklemmerstadt, verletzte sich aber kurz nach Beginn der Spielzeit 18/19 schwerer am Sprunggelenk. Diese Verletzung und die darauffolgende OP setzten den Linkshänder lange außer Gefecht, sodass Kerssenfischer bis heute nicht sein Comeback im Löwendress feiern konnte. Hinsichtlich des Wiedereinstiegs in den Spielbetrieb herrschte zwischen Verein und Spieler Uneinigkeit, sodass man sich aufgrund dieser unterschiedlichen Sichtweisen gemeinsam entschieden hat, den bis zum 30. Juni 2020 datierten Vertrag vorzeitig aufzulösen. Kerssenfischer absolvierte somit nur drei Pflichtspiele für die Dumeklemmer.

Der 31-Jährige selbst bedauert den Abschied von den Löwen. „Ich finde meinen Abschied natürlich sehr schade, weil ich mich in der Mannschaft unheimlich wohl gefühlt habe und viele Mitspieler mittlerweile auch zu meinem engeren Freundeskreis gehören“, erzählt Kerssenfischer, „aber leider ist der Spaß und die Motivation in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen. Nach Unstimmigkeiten bezüglich meines Wiedereinstiegs in den Wettkampf habe ich dann leider die Energie verloren, die ich in der langen Aufbauphase aufrecht gehalten haben“. Trotzdem verabschiedet sich der Linkshänder aber im Guten: „Dennoch gehe ich nicht im Groll und wünsche dem Team, dass es so schnell wie möglich die Ergebnisse erzielt, zu der es in der Lage ist. Ich werde den Weg der Jungs sicherlich weiterhin verfolgen!“

Genau wie Kerssenfischer bedauert auch SG-Geschäftsführer Bastian Schlierkamp die vorzeitige Vertragsauflösung. „Es ist schade, dass wir Jan nie lange in voller Aktion erleben konnten und ihn die Verletzung so lange außer Gefecht gesetzt hat. In seiner gesamten Zeit in Ratingen hatten wir immer eine offene und ehrliche Kommunikation, das weiß ich sehr zu schätzen“, so der 36-Jährige, „wir wünschen Jan für seine sportliche und private Zukunft alles Gute!“