Mit der HSG Siebengebirge haben die Löwen so ihre Probleme. Bereits in der Vorsaison musste man gegen die Königswinterer zwei Niederlagen hinnehmen. Eine solche konnte man am Samstagabend zwar abwenden, zum Sieg hat es am 12. Spieltag der Regionalliga Nordrhein aber trotzdem nicht gereicht. Im Aufeinandertreffen des Tabellenführers und des Schlusslichtes musste Trainer Khalid weiterhin auf Jan Kerssenfischer, Marcel Müller und Fabian Claussen verzichten, Yannik Nitzschmann stellte sich der Mannschaft, ohne eine Trainingseinheit absolviert zu haben, nach seiner Fußverletzung zur Verfügung.

Die Gäste aus Ratingen erwischten den besseren Start in die Partie und konnten sich nach dem anfänglichen 2:2 auf 2:4 und schließlich 5:8 absetzen. Anschließend kamen die Hausherren besser in die Partie und konnten das Spiel zunehmend offener gestalten. Mehrfach kam die HSG auf nur einen Zähler an die Löwen heran (8:9, 10:11), die Dumeklemmer konnten ihre Führung aber immer wieder auf drei Tore ausbauen (8:11, 11:14). Von einer solchen drei-Tore-Führung erzielte die HSG auch schließlich das letzte Tor des ersten Durchgangs zum 13:15 Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte setze sich das Bild aus der ersten Halbzeit fort. Die SG hatte die Nase vorn, konnte sich aber nicht absetzen und musste zusehen, dass die Königswinterer nicht zum Ausgleich kamen. Die Hausherren konnten erneut mehrfach den Anschluss erzielen (16:17, 19:20), kamen aber nie zum Ausgleich der Partie. Erst in der 50. Spielminute schrumpfte die letzte drei-Tore-Führung der Löwen vom 20:23 zunächst auf 22:23 und dann in Ratinger Unterzahl zum 23:23 Ausgleich. Gegen immer noch dezimierte Dumeklemmer setzten die Männer aus dem Siebengebirge sogar noch einen drauf und erhöhten auf 24:23, der ersten HSG-Führung seit dem 2:1. Damit war die spannende Schlussphase eröffnet und die Hausherren hatten das Heft des Handelns in der Hand.

Nach dem 24:24 Ausgleich durch Lukas Plaumann konnten die Königswinterer ihre Führung auf zwei Tore zum 26:24 ausbauen, erneut war es dann Plaumann, der sechs Minuten vor Schluss beim 26:26 ausgleichen konnte. In den finalen fünf Minuten war das Prinzip dann einfach: die HSG konnte vorlegen und mit einem Tor in Führung gehen, die Löwen mussten anschließend zum Ausgleich nachziehen. 18 Sekunden vor Schluss erzielte Etienne Mensger das 29:29 für die Löwen und überließ der HSG somit nach einer Auszeit die letzten Sekunden Ballbesitz. Die Hausherren bereiteten einen Angriff vor, konnten diesen aber nicht erfolgreich abschließen, sodass sich beide Teams mit einem 29:29 Remis trennen.

Für Trainer Khalid Khan begann das Manko schon in der ersten Halbzeit: „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, uns viele Chancen erarbeitet und müssen die dann eben nur reinmachen“. Zur schlechten Chancenverwertung kam dann laut Khan noch eine „sehr einseitige Regelauslegung“ dazu, sodass sein Team in der zweiten Hälfte gleich doppelt schwer zu kämpfen hatte. Kapitän Kai Funke sah das Hauptproblem ebenfalls in der Offensive: „Wir konnten die hinten gewonnen Bälle nicht in Tore ummünzen“, konstatiert der Kreisläufer, „die schlechte Chancenverwertung hat uns um den Sieg gebracht“. Am Ende kommen die Löwen sogar noch mit einem blauen Auge davon, gesteht Funke: „Nach den Schlussminuten sind wir mit dem Unentschieden gut bedient“. Ein Spiel steht für die Löwen in der Hinrunde noch aus, am letzten Spieltag vor der Winterpause empfangen die Dumeklemmer am kommenden Samstag den TuSEM Essen II.

Spielfilm: 0:0, 2:3, 4:6, 8:9, 8:11, 11:13, 13:15, PAUSE, 15:17, 18:19, 20:22, 22:23, 27:26, 29:29, ENDE.

Strafminuten: HSG 6 / SG 8

Aufstellung: Angelov, Schmidt – Lazarov 8/3, Plaumann 5, Bauer 3, Eugler 3, Schütte 3, Mensger 3, Nitzschmann 2, Mergner 1, Völker 1, Funke, Ditzhaus.