Tabellenzweiter gegen Tabellendritter hieß es am Samstagabend, als die Löwen beim TuS 82 Opladen in Leverkusen zu Gast waren. Beide Teams trennte vor der Partie nur ein Punkt und lediglich der Gewinner bekommt weiterhin die Chance, dem Tabellenführer MTV Rheinwacht Dinslaken weiter dicht auf den Fersen zu bleiben. Durch den 26:28 Auswärtssieg fällt dieses Los den Ratingern zu, die durch die Niederlage der Dinslakener in Bonn nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Platz an der Sonne haben. Im Verfolgerduell mussten die Löwen weiterhin auf Ole Völker (Knie), Jan Kerssenfischer (Sprunggelenk), Marcel Müller (Kreuzband) und Jascha Schmidt (Hand) verzichten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Löwen nach fünf Minuten erstmals absetzen. Alexander Oelze, Christian Mergner und Lukas Plaumann erzielten vom 2:2 drei SG-Treffer in Folge zum 2:5. Die Opladener ließen sich dadurch allerdings nicht beeindrucken und glichen nach einer Viertelstunde zum 5:5 aus. Bis zum 8:8 hielten beide Teams das Unentschieden, dann wiederholten sich die Ereignisse aus der Anfangsphase. Thomas Bahn, Filip Lazarov und erneut Lukas Plaumann erzielten die Tore zum 8:11. Um den drei-Tore-Rückstand erneut aufzuholen fehlte dem TuS im ersten Durchgang allerdings die Zeit, denn bis zum Pausenpfiff trafen beide Teams nur noch je zwei Mal zum 10:13 Halbzeitstand.

Mit Beginn der zweiten Hälfte konnten die Dumeklemmer ihre Führung ausbauen. Filip Lazarov und Etienne Mensger erhöhten die Führung nach nur 31 Minuten auf 10:15 und kreierten somit erstmals ein komfortableres Polster für die Löwen. Auch wenn die Hausherren zwischenzeitlich mehrfach hintereinander erfolgreich waren, gingen die Dumeklemmer verantwortungsvoll mit ihrer Führung um. Ein zwischenzeitliches 14:16 konnte nach etwa 42 Minuten wieder auf 16:20 ausgebaut werden, sodass man das die Partie weiterhin unter Kontrolle hatte. Knapper wurde es erst eine Viertelstunde vor Schluss. Drei TuS-Tore verringerten die Führung der Dumeklemmer beim Zwischenstand von 19:20 auf nur ein Tor und brachten die Opladener somit wieder in direkte Schlagdistanz.

Die spannende Schlussphase zwischen dem Zweiten und Dritten der Regionalliga war also angerichtet. Vom Anschlusstreffer konnten sich die Löwen wieder auf eine zwei-Tore-Führung absetzen und diesen Abstand auch beibehalten. Der TuS verkürzte immer wieder und stellte den Anschluss her, doch die Dumeklemmer behielten die Nerven und konnten sich immer wieder aufs Neue Luft verschaffen. Vier Minuten vor Schluss warf Ali Oelze seine Löwen erstmals in der Schlussviertelstunde wieder auf drei Tore weg (23:26) und ebnete so den Weg für einen möglichen Auswärtssieg. Zu früh freuen konnten sich die Löwen allerdings nicht, denn die wirklich brenzlige Phase des Spiels stand erst noch bevor. Mit einem drei-Tore-Polster fanden sich die Dumeklemmer zunächst in Unterzahl, dann für über eine Minute in doppelter und schließlich für 20 Sekunden sogar in dreifacher Unterzahl wieder, sodass die Hausherren mit noch drei Minuten zu spielen die Chance hatten, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Brillieren konnte in dieser angespannten Situation Schlussmann Petre Angelov, der in den letzten Minuten drei freie Bälle parierte und seinem Team so den Auswärtssieg sicherte. Opladen kam nur noch auf 25:27 heran und konnte keinen Anschlusstreffer mehr erzielen, sodass die Ratinger am Ende einen 26:28 Auswärtssieg im Verfolgerduell einfahren können.

Trainer Marcel Müller war im Großen und Ganzen zufrieden mit seiner Mannschaft. „Wir haben über die Abwehr schnell zu unserem Spiel gefunden und konnten die zweite Welle der Opladener von Anfang an gut unterbrechen“, analysiert der 36-Jährige. „Jeder Spieler musste ran und sofort funktioniert, wofür ich den Jungs ein Kompliment aussprechen muss“, freut sich Müller, „das hat hervorragend funktioniert“. Einziger Negativpunkt war für den verletzten Rückraumspieler die Chancenverwertung: „Wir haben es leider unnötig spannend gemacht, da wir unsere hundertprozentigen Torchancen viel zu oft liegen gelassen haben“. Unter dem Strich konnte sich sein Team aber dennoch gegen den Tabellendritten durchsetzen und festigt damit den zweiten Tabellenplatz der Nordrheinliga.

Spielfilm: 0:0, 2:2, 3:5, 5:5, 7:8, 9:11, 10:13, PAUSE, 13:15, 15:18, 19:20, 21:23, 23:25, 26:28, ENDE.

Strafminuten: TuS 6 / SG 8

Aufstellung: Angelov, Karmaat – Lazarov 7/2, Oelze 5, Plaumann 4, Mergner 4, Bauer 3, Bahn 2, Eugler 1, Claussen 1, Mensger 1, Reed, Nitzschmann, Jonovski.