Zum Abschluss der englischen Woche hatten die Löwen in der Regionalliga Nordrhein den TuS 82 Opladen zu Gast. Im Duell Dritter gegen Fünfter ging es um nicht weniger als den Anschluss an die oberen Tabellenplätze, die Dumeklemmer wollten außerdem gegen eine stärksten Mannschaften der Liga eine Reaktion auf den nicht eingeplanten Punktverlust gegen den VfB Homberg und den wenig schmeichelhaften Auftritt im HVN-Pokal zeigen. Am Samstagabend wurde die Personallage der Löwen leider nicht besser – Trainer Khalid Khan musste weiterhin auf Jan Kerssenfischer (Sprunggelenk), Ole Völker (Knie), Fabian Claussen (Oberschenkel) und seit letzter Woche auch auf Marcel Müller (Kreuzbandriss) verzichten.

Beide Teams hatten beim Anpfiff gleich viele Minuspunkte (5) auf dem Konto und entsprechend ausgeglichen war auch der Start in die Partie. Nach dem anfänglichen 3:3 waren es dann erstmals die Gäste, die sich nach gut 13 Minuten auf 4:7 absetzen konnten. Lange hielt die Führung allerdings nicht, denn nur sieben Minuten später erzielte Etienne Mensger das 8:8. Diesen Lauf konnten die Löwen mit in die Schlussphase der ersten Halbzeit nehmen und fünf Minuten vor dem Pausenpfiff durch Max Eugler erstmals seit dem 2:1 wieder die Führung übernehmen. Von diesem 11:10 erhöhten Etienne Mensger und Filip Lazarov nach zwischenzeitlichem Gegentreffer auf den 13:11 Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte vollbrachten es die Löwen dann, aus einer stabilen Deckung klar strukturierte Angriffe vorzutragen. Filip Lazarov erzielte nach 35 Minuten das 17:12, Christian Mergner nach 40 Minuten das 20:14 und Marco Bauer nach 46 Minuten schließlich das 22:15 – die Dumeklemmer hatten die Partie in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit voll im Griff und konnten die Führung durch eine konzentrierte Leistung stetig ausbauen. Dazu konnte auch der eingewechselte Jascha Schmidt beitragen, der mit einigen Paraden zur guten Defensivleistung beitragen konnte.

Anschließend machte sich der Kräfteverschleiß der Löwen bemerkbar. Bei nur drei gelernten Rückraumspielern im Kader fehlte es aufgrund der Verletzungssituation an Entlastung, sodass die Gäste aus Leverkusen in der Schlussviertelstunde von ihrem starken und vor allen Dingen breiten Kader profitieren konnten. Nach dem 23:16 (48. Minute) erzielte der TuS fünf Tore in Folge und kam so beim 23:21 wieder in Schlagdistanz. Diese vierminütige Schwächephase sollte aber keine schlimmeren Folgen haben, denn die Dumeklemmer waren in der Lage den Opladener Lauf, trotz eigener Unterzahl, zu stoppen und die Führung wieder zu vergrößern. Yannik Nitzschmann erzielte fünf Minuten vor dem Abpfiff das 26:22 für die Löwen, wonach die Gäste zwar nochmals auf 27:25 verkürzen konnten, die SG aber nicht die Nerven verlor und schließlich auf den 30:26 Endstand erhöhte.

Trainer Khalid Khan war nach dem Abpfiff sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin stolz auf das Team und habe mich für die Jungs sehr gefreut“. Bereits vor dem Spiel forderte Kapitän Kai Funke einen disziplinierten Auftritt seiner Mannschaft, den die Löwen so auch umsetzen konnten. Nach der Partie war Funke „heilfroh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das war ein ganz wichtiger Sieg, nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen“. Funke analysiert weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga da sind und einen Kampf abliefern können – so muss es jetzt weitergehen“. In der nächsten Woche wartet nämlich die nächste schwierige Aufgabe auf die Dumeklemmer, dann ist man zu Gast beim Tabellenführer TSV Bonn rrh.

Spielfilm: 0:0, 2:3, 4:5, 4:7, 7:8, 11:10, 14:11, PAUSE, 16:12, 20:14, 21:15, 23:19, 25:22, 30:26, ENDE.

Strafminuten: SG 14 / TuS 8

Aufstellung: Angelov, Schmidt – Lazarov 8/6, Nitzschmann 6/2, Bauer 5, Mensger 5, Mergner 3, Eugler 2, Plaumann 1, Funke, Ditzhaus, Jonovski.