Auch am 23. Spieltag der Verbandsliga Niederrhein muss die Zwote auf Punkte verzichten. Beim Duell mit den drittplatzierten Bergischen Panther kam das stark dezimierte Osterwind-Team nicht über ein 22:27 hinaus, präsentierte sich aber auch mit dünner Personaldecke kämpferisch und hatte sogar Chancen, die Partie noch enger zu gestalten. Am viertletzten Spieltag der Saison mussten die Löwen neben Bastian Schlierkamp (Achilles) und Benny Karmaat (Erste) erstmals auch auf Kapitän Salim Jahan Bakhsh verzichten, der sich am vergangenen Spieltag die Achillessehne riss. Außerdem fiel Rückraumshooter Niklas Wergen für die Partie aus privaten Gründen aus. Mitwirken konnte dafür wieder Linkshänder Marc Steppke, der von einem Auslandsaufenthalt zurück gekehrt war, zusätzlich wurde Routinier Julian Sommer reaktiviert, der bereits in den Anfangsjahren für die SG auf der Platte stand.

Mit nur acht Feldspielern im Kader hielten die Löwen von Anfang an mit den drittplatzierten Panthern mit. Bis zum 5:5 nach 10 Minuten gestaltete sich die Partie ausgeglichen, anschließend konnten sich die Dumeklemmer, auch durch eine starke Torwartleistung von Keeper Leo Loose, sogar absetzen. Vor allem im Angriff spielte das Osterwind-Team sehr diszipliniert, wartete auf seine Chancen und nutzte diese, sodass man nach einer knappen Viertelstunde mit dem 7:5 durch Timo Schmitz und 8:6 durch Alex Enders in Führung gehen konnte. Nach einer Auszeit von Panther-Coach Frank Berblinger wendete sich das Blatt jedoch. Der Gast drückte vermehrt aufs Tempo und bereitete den Löwen auch defensiv mehr Probleme, sodass die Panther beim 8:8 zunächst ausgleichen und nach drei weiteren Toren sogar mit 8:11 in Führung gehen konnten. Nach diesen zehn Minuten ohne eigenen Treffer fingen sich die Löwen wieder und versuchten in den verbliebenen sechs Minuten der ersten Halbzeit Boden gut zu machen. Marc Steppke verkürzte mit zwei Toren auf 10:11, bis zur Pause gingen die Gäste aus dem Bergischen aber wieder mit 11:14 in Führung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten beide Teams den drei-Tore-Abstand aufrecht erhalten. Erst nach dem 14:17 durch Bastian Lindner wurden die Panther ihrer Favoritenrolle zunehmend gerecht. Zehn Minuten dauerte es, bis sich die Gäste auf 15:22 abgesetzt hatten, lediglich Marc Steppke traf in der Zwischenzeit per Strafwurf. Wie schon in der ersten Halbzeit erholten sich die Löwen aber gut von dieser Torflaute. Nils Kossmann, Timo Schmitz und Marc Steppke verkürzten nach 51 Minuten auf 19:22 und brachten die Dumeklemmer wieder in Schlagdistanz. Die Folge: eine Auszeit von Gästetrainer Berblinger. Die Löwen hatten die Chance, weiter Boden gut zu machen, mussten aber letztendlich der dünnen Personaldecke Tribut zollen. Gegen einen vollen Panther-Kader fehlten mit nur zwei Wechselmöglichkeiten in der Schlussphase einfach die Körner um den Rückstand beispielsweise über kompromissloses Tempospiel weiter zu verkürzen, sodass die Gäste die Ratinger bei vier Toren weiter auf Abstand hielten. Vom 22:26 erhöhte Tobias Bonekämper in der Schlusssekunde auf den 22:27 Endstand.

Mit einer etwas dickeren Personaldecke hätten die Löwen ihre Chancen sicherlich besser nutzen können und ein Punktgewinn wäre im Bereich des Möglichen gewesen, so muss man dem derzeitigen Lazarett aber Tribut zollen und beide Punkte abgeben. Trotz der Niederlage konnte der zehn Mann starke Löwenkader aber mit einer kämpferischen, couragierten Leistung überzeugen und hat sich in Sachen Mentalität nichts vorzuwerfen. An noch drei verbleibenden Spieltagen geht es für die Dumeklemmer gegen den Haaren TV, die MTG Essen Horst und den HSV Dümpten, wo die Saison einen versöhnlichen Abschluss finden soll.

Spielfilm: 0:0, 2:2 5:5, 8:6, 8:8, 9:11, 11:14, PAUSE, 14:17, 14:18, 15:20, 17:22, 19:23, 22:27, ENDE.

Strafminuten: SG 6 / HSG 6

Aufstellung: Loose, A Schmitz – Steppke 5/3, Kossmann 4, T Schmitz 4, Enders 4, Ditzhaus 2, Lindner 2, Sommer 1, Krämer.