Nach sechswöchiger Vorbereitung war es endlich soweit, die Junglöwen der SG Ratingen absolvierten ihren Start in der Jugend Handballbundesliga.

Mit TuSEM Essen, einem der Meisterschaftsfavoriten in dieser Saison, stellte sich aber gleich zu Beginn eine ganz schwere Aufgabe in der Sporthalle an der Gothaerstraße vor. 27:39 (13:18) hieß es am Ende nach den ersten 60 Minuten Bundesliga 2013-14.

Die Mannschaft um das Trainergespann Leszek Hoft und Jens Engelen brauchte zunächst einmal 10 Minuten, um ihre Nervosität abzulegen. Die Gäste aus Essen fanden hingegen direkt ins Spiel und führten schnell mit 2:6. Dann jedoch kamen auch die Junglöwen in der Bundesliga an und besannen sich auf das, was sie in den letzten Wochen gelernt haben.

Der Ball lief besser im Angriff und vor allem in der Abwehr war die nötige Kompaktheit nun vorhanden. Die Folge war das 9:10 nach 20 Minuten. Bis zur Halbzeit stellten sich dann aber immer wieder Unkonzentriertheiten und technische Fehler ein, die von den Gästen aus Essen sofort bestraft wurden. 13:18 hieß es daher zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel glich sich das Bild aus der 1. Halbzeit. TuSEM kam direkt ins Spiel und überrannte die SG Ratingen. Alle Vorsätze aus der Kabinenansprach konnten nicht umgesetzt, stattdessen erschwerten Einzelaktionen und mehrere Ballverluste diese Anfangsphase. Eine Auszeit des Trainergespanns Hoft/Engelen nach gespielten 10 Minuten in der 2. Halbzeit, bei einem Stand von 15:25 brachte dann die Junglöwen wieder auf Kurs.

Der Abstand konnte zwar nicht mehr nennenswert verkürzt werden, doch die Spieler besannen sich nun wieder auf ihre gewohnten Abläufe, bei denen sie mit schön herausgespielten Toren belohnt wurden. So entwickelte sich in der Schlussviertelstunde, trotz der bereits geklärten Frage des Siegers dieses ersten Saisonspieles, eine muntere Partie, in der beide Mannschaften das Tempo hoch hielten.

Die Junglöwen kämpften bis zum Schlusspfiff und zeigten insgesamt eine ordentliche Leistung.

Trainer Jens Engelen sagte nach dem Spiel: “Glückwunsch an TuSEM zu dem Auftaktsieg. Wir können dieses erstes Spiel richtig einordnen und sind, unabhängig vom Ergebnis, zunächst einmal froh, wie es gelaufen ist. Die Anfangsnervosität haben die Jungs schnell abgelegt und sich dann in das Spiel herein gekämpft. Sie haben gesehen, was möglich ist, wenn diszipliniert gespielt wird und jeder seine Aufgaben erfüllt. Aber auch, dass technische Fehler und Unkonzentriertheiten sofort bestraft werden. Dies werden wir nun in der kommenden Trainingswoche aufgreifen und somit den Lernprozess weiter vorantreiben.”