Am frühen Sonntagmorgen sind die Ratinger beim MTV Rheinwacht Dinslaken zu Gast. Ein Duell, dass spätestens seit dem engen Aufstiegsrennen der Vorsaison eine besondere Brisanz mit sich bringt. In dieser Spielzeit läuft es für beide Vereine weniger rund. Die Löwen krebsen im Mittelfeld herum, der Vorjahresmeister steckt sogar mit beiden Beinen im Abstiegskampf.

Die laufende Saison ist für die Dinslakener jetzt schon eine zum vergessen. Nach der Meisterschaft und dem verpatzten Aufstieg im Vorjahr, konnte der MTV die eigene Leistung nicht bestätigen und findet sich nach 17 Spielen in der Saison 19/20 im Tabellenkeller wieder. Mit 9:25 Punkten ist die Rheinwacht sogar das Schlusslicht der Liga und muss jeden Spieltag darum kämpfen, im zweiten Jahr der Ligenzugehörigkeit nicht in die Oberliga zurück gespült zu werden. Mit 498 kassierten Treffern hapert es vor allem in der Defensive der Dinslakener – nur die HG Remscheid kassierte in der laufenden Saison mehr Tore. Ihre vier Siege konnte der MTV zweimal gegen den TV Aldekerk, die HG Remscheid und den TV „Jahn“ Köln-Wahn einfahren. Zusätzlich spielte man am vierten Spieltag gegen den TuSEM Essen II 29:29 Unentschieden. Ins Auge stechen aber vor allem die engen, umkämpften Spiele der Dinslakenern, bei denen man sich in der Crunchtime häufig nicht durchsetzen konnte. Drei mal verloren die Dinslakener bereits mit nur einem Gegentor (in Köln, gegen Korschenbroich, gegen Siebengebirge), nur einmal konnte man ein solches Spiel für sich entscheiden (vorletzter Spieltag gegen Aldekerk).

Wesentlich besser verläuft die Spielzeit für die Dumeklemmer allerdings nicht, mit 16:18 Punkten und dem 10. Tabellenplatz läuft man den eigenen Ansprüchen hinterher. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen den TV Weiden musste man den Gegner des vorherigen Spieltages an sich vorbei ziehen lassen und findet sich nun am Ende des Mittelfeldes wieder. Um bis Saisonende Plätze gut zu machen werden weitere Punkte benötigt, in Dinslaken sollen die nächsten beiden eingefahren werden. Gegner im Abstiegskampf sollten allerdings nie unterschätzt werden, das weiß auch das Team von Cheftrainer Ace Jonovski. Angesichts der Vorgeschichte bedarf es aber auch keiner zusätzlichen Motivation – die Löwen brennen darauf, den 25:21 Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen.

Anwurf in der Dinslakener Douvermannhalle ist am Sonntag, um 11:15 Uhr.