Am Sonntag war das Löwenrudel bei den Nachbarn der Fortuna Düsseldorf zu Besuch. Schon vor der Partie war allen klar, dass es kein leichtes Spiel werden würde. Fortuna war für das Rudel schon in der Vergangenheit ein hart zu knackender Gegner. Als Landesligaabsteiger stand dem Gastgeber in diesem Match ohnehin die Favoritenrolle zu. Aber nach der guten Vorstellung gegen Jahn West und einer unnötigen Niederlage gegen Meerbusch, die momentan mit Fortuna ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen, hatte dass Rudel zumindest die Hoffnung, die Fortunen ein wenig ärgern zu können.

Unglücklicherweise musste die SG an diesem Wochenende leider auf den Großteil seines Rückraums verzichten, sodass nur zwei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung standen. Dank einer mit 13 Spielern trotzdem gut gefüllten Bank wollte Mensgers Mannschaft dennoch das Beste draus machen und möglichst über Tempo kommen oder mit der ungewohnten Konstellation mit zwei Kreisläufern punkten.

Die SG legte einen halbwegs passablen Start hin, ließ aber leider viele Chancen ungenutzt und machte sich erneut wegen zu vieler technischer Fehler selbst das Leben schwer. Dazu nahm die Fortuna Ghiea recht früh in Manndeckung, so dass Martin Herzog im linken Rückraum stark auf sich allein gestellt war, auch wenn Junkers, Wegner und Rendel ihren Teil auf der rechten Seite beizusteuern versuchten. Immerhin beim ersten Team-Timeout nach gut 15 Minuten stand es noch 5:3 für die Fortuna. Über 7:5 blieb die SG noch an den Gastgebern dran, bis diese sich knapp fünf Minuten vor der Halbzeit mit fünf Toren auf 11:6 absetzen konnten. Dank Toren von Prasse und Peters konnte bis zur Halbzeit zumindest auf 13:9 verkürzt werden.

Mensger appellierte an sein Team über den Kampf ins Spiel zu kommen und die vielen unnötigen Fehler abzustellen. Allein, das sollte nicht gelingen. An diesem Tag legte leider bis auf Keeper Jonas Lux niemand im Team Normalleistung ab.

Zwar konnte Ghiea in der 34. Minute, nach einem vorangegangenen Treffer von Herzog, durch ein Siebenmetertor auf 13:11 verkürzen, das sollte aber das letzte Mal an diesem Tag sein, dass das Rudel den Fortunen in irgendeiner Form gefährlich werden konnte. Innerhalb von drei Minuten machte sich die SG erneut selbst das Spiel kaputt und Fortuna konnte auf 17:11 davonziehen, was Mensger zu einem Timeout zwang, um noch einmal an den Kampfgeist seiner Spieler zu appellieren. Leider zeigte dies nicht die erhoffte Wirkung, zu unkonzentriert, zu träge und zu ideenlos mühte sich das Rudel weiterhin durchs Spiel, sodass die Gastgeber knapp elf Minuten vor Ende bereit mit zehn Toren in Führung lagen und letztlich verdient mit 32:18 die Partie für sich entscheiden konnten.

Auch in Bestbesetzung wäre das Spiel gegen die sympathischen Düsseldorfer kein Spaziergang gewesen, aber so muss ein jeder nochmal in sich gehen und überlegen, was an der Einstellung nicht gestimmt hat. Beim Derby in der nächsten Woche ist hoffentlich wieder mehr Feuer im Spiel – egal wer auf der Platte steht.

Die Dritte spielt am 06.10. in heimischer Halle um 18 Uhr gegen den TV Ratingen.

Es spielten: Lux– Remy, Peters 2, Herzog 2, Ghiea 6/3, Wirtz 1, Rendel 2, Gérard 1, Wegner 1, Prasse 2, Junkers, Malchow, Winkler 1