Es ist vielleicht die Konstellation dieser Ansetzung, die bei der Veröffentlichung des Spielplans für ordentlich Brisanz sorgte. Eine Ironie des Schicksals, dass die neue Saison für die Dumeklemmer dort beginnt, wo die Vergangene ziemlich schmerzhaft endete. Rein aus sportlicher Sicht ist es auch aufgrund der Vorgeschichte ein extrem spannendes Aufeinandertreffen, doch aus emotionaler Sicht ist es für die Löwen viel mehr als das – nämlich die Chance, mit der vergangenen Saison endgültig abzuschließen.

Der 05. Mai und 12. September 2019. An beiden Tagen waren und werden die Löwen an der Essener Margarethenhöhe bei der Zweitvertretung des TuSEM zu Gast sein. 130 Tage liegen zwischen den beiden Spielen, die die Spielzeit 18/19 beendeten und die Saison 19/20 am kommenden Sonntag eröffnen werden. Für die Dumeklemmer schließt sich damit auch ein Kreis und man hat die Chance, nach dem Neuanfang in der Vorbereitung auch endgültig mit dem letzten Spieltag der Saison 2018/2019 abzuschließen.

In der letzten Spielminute verloren die Löwen damals, denkbar knapp mit nur einem einzigen Tor die Meisterschaft und damit die Chance auf den Aufstieg in die 3. Handball-Bundesliga – das war damit auch das Ende der vergangenen Spielzeit, man durfte in den Urlaub, sich erholen und letztendlich wieder in der Vorbereitung neu angreifen.

Jetzt geht es endlich wieder los, an selbem Ort und selber Stelle. Im zweiten Anlauf soll endlich der Sieg auf der Margarethenhöhe her, der zeitgleich den erfolgreichen Start in die neue Spielzeit bedeuten würde, doch die Geschichte spricht zunächst mal gegen die Dumeklemmer. Nicht nur wegen besagtem 26. Spieltag der Vorsaison, sondern auch wegen den vorherigen zwei Aufeinandertreffen – denn sowohl die Partie in der Hinrunde 18/19, als auch das Vorbereitungsspiel im Rahmen des Sven-Maletzki-Cups 2018 gingen verloren.

Diese kleine Negativserie soll nun gestoppt werden. Nach positiven Leistungen in Testspielen, bei denen man klassenhöheren Mannschaften wie etwa den Drittligisten Longericher SC oder Rhein Vikings über weite Strecken auf Augenhöhe begegnete, wollen die Löwen diese Saison wieder angreifen – und die Spielzeit hoffentlich erfolgreicher beenden als die Vorherige. Dass das kein Zuckerschlecken wird, weiß man an der Gothaer Straße aber genau. „Wir haben letzte Saison gesehen, dass jedes Team gegen uns nicht 100, sondern 120% Prozent geben will“, weiß Trainer Ace Jonovski, „deshalb müssen wir jede Woche ebenfalls über unsere Schmerzgrenze gehen und diesen Kampf annehmen, um letztendlich erfolgreich zu sein“. Darauf müssen die Dumeklemmer schon am kommenden Sonntag vorbereitetsein, denn Jonovski ergänzt: „Wir haben vor ein paar Monaten gesehen, wie eng eine Saison am Ende sein kann und dass jeder Punkt, jedes Tor unter dem Strich den Unterschied machen kann – deshalb könnte jedes Spiel schon unser erstes Endspiel sein, wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“

Dass man am ersten Spieltag direkt auf den TuSEM trifft, macht den Saisonstart natürlich nicht leichter. „Ein erstes Saisonspiel ist naturgemäß immer schwierig, umso mehr natürlich, wenn man auf eine so gute Mannschaft wie Essen trifft“, so Jonovski, „der TuSEM hat ein starkes, sehr talentiertes Team und ist letzte Saison verdient Tabellendritter geworden“. Alles in allem freut sich der Cheftrainer aber auf den Saisonstart: „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt, ich bin zufrieden mit dem was wir bis jetzt gezeigt haben – trotzdem müssen wir uns in der Saison noch verbessern und ich bin davon überzeugt, dass wir in den kommenden Wochen die nächsten Schritte gehen werden“.

Die erste Gelegenheit dazu gibt es dann am Sonntag, Anwurf auf der Essener Maragarethenhöhe ist um 17:00 Uhr.