Am Sonntag trafen die Herren des Turnerbunds im Auswärtsspiel auf die dritte Mannschaft der HSG Düsseldorf. Frisch erholt nach den Feiertagen, so meinte man, könne die Mannschaft problemlos an die erfolgreiche Vorrunde anknüpfen. Jedoch verlief das Spiel die ersten 40 Minuten wider Erwarten. Die Spieler fanden nicht ins Spiel und konnten selbst ihre hundertprozentigen Chancen nicht verwandeln.

Einzig Maletzki im Tor konnte einen schlimmeren Rückstand verhindern. Bondar nahm schließlich eine frühe Auszeit, um seine Mannschaft wieder einzustellen, doch kurzfristig war keine Änderung in Sicht und so verabschiedeten sich die Mannschaften mit einem Stand von 12:10 in die Halbzeitpause. Nach einer erneut wackeligen Anfangsphase kam dann endlich der erhoffte Wandel. Die fehlenden Alternativen bei der HSG durch mangelnde Auswechselspieler zeigten nun ihre Wirkung und langsam aber stetig konnte sich der Turnerbund zurückkämpfen.

So führten die Herren erstmalig in der 41. Minute mit 15:16 Toren. Die Spielweise und auch die Stimmung wirkten nun gelöster und so konnten endlich einige Tore verwandelt werden. Besonders Pistolesi überzeugte mit seinen 8 Treffern allein in der zweiten Halbzeit. Auch Zastrau, der ohne Torerfolg blieb, konnte innerhalb weniger Minuten zwei 7-Meter herausholen und glänzte in seinem Zuspiel. Als dann Ellrott auch noch die beiden sehr talentierten Halben der HSG abwechselnd in der Abwehr manndeckte und vorne selbst noch zwei Tore erzielen konnte, schien sich nun endlich das Blatt sicher gewendet.

Selbst beim Torhüterwechsel schloss Zielke an die Leistung von Maletzki an und hielt den Kasten ebenfalls sauber. Zum Ende hin wurde die Mannschaft sogar noch recht übermütig und versuchte den Zuschauern einige Leckerbissen zu präsentieren. Leider blieb der Kempa-Versuch ein Versuch und nach zwei verfehlten Trickwürfen von Osterwind und Pistolesi ging der zweite Abpraller erneut auf Osterwind, der den Ball dann ohne Zier ins Netz bugsierte.

Trotz des letztlich hohen Sieges bei einem endgültigen Stand von 23:32 nach 60 Minuten konnte man nicht von einer guten Mannschaftsleistung sprechen. Im Endeffekt haben die quantitativ und qualitativ gut besetzte Bank des TBs und die individuelle Leistung einzelner Spieler zum Sieg geführt. ?Die Anfangsphase ist uns sehr schwer gefallen. Durch die kurzfristige Verpflichtung von Moritz Ellenberg, war es nicht möglich die Mannschaft entsprechend einzustellen und Moritz ausreichend zu integrieren?, kommentiert Spielertrainer Bondar den Arbeitssieg. Dennoch wird das Spiel als Sieg verbucht, was hinsichtlich des Saisonziels besonders wichtig war. An dem ?Wie? wird dann in den kommenden Wochen fleißig gearbeitet.

Maletzki/Zielke, Pistolesi (14/4), Ellenberg (6), Bondar (2), Dirks (4), Gerrard (1), Osterwind (3), Ellrott (2), Zastrau, Winkler, Ghiea.