Rückschläge für das Löwenrudel – gleich mehrere Verletzte 31.07.2014: Rückschläge für das Löwenrudel – gleich mehrere Verletzte

Das Löwenrudel muss gleich mehrere Rückschläge innerhalb kürzester Zeit hinnehmen. Auf mindestens zwei Akteure müssen die Dumeklemmer langfristig verzichten, bei einem Dritten steht erst eine Operation ins Haus, nach der die zu erwartende Ausfallzeit benannt werden kann. Und auch bei Nummer Vier und Fünf im Bunde kann eine Rückkehr vorerst nicht abgesehen werden.

Das hatten sich Trainer und Verantwortliche, vor allem aber die Betroffenen selbst garantiert anders vorgestellt. Nach nur knapp mehr als einer Woche Vorbereitung fallen bereits fünf Löwen aufgrund von Verletzungen aus. Dass es sich dabei leider nicht um die Sorte “Blessur” handelt, macht die ohnehin brenzlige Lage noch bedenklicher.

Doch der Reihe nach: Bereits zum ersten Training der Vorbereitung meldete sich Alexander Schult ab. Die Metallplatte, die nach seiner schweren Fußverletzung aus der letzten Saison eingesetzt wurde, macht dem bulligen Linkshänder dauerhaft Probleme: “Ich habe ständig Schmerzen und kann gerade so gehen. An mehr ist nicht zu denken und das wird sich nach Rücksprache mit dem Arzt auch erst ändern, wenn die Platte entfernt wird. Das wird erst im Dezember oder Januar der Fall sein.”

Ebenfalls seit Beginn der Vorbereitung nicht am aktiven Geschehen teilnehmen können Dominic Kasal und Bastian Schlierkamp. Kasal verschleppte eine Verletzung im Knie, deren Ausmaß erst am kommenden Mittwoch bei einem arthoskopischen Eingriff deifniert werden kann. Ebenso wie die zu erwartende Ausfallzeit. Ähnlich verhält es sich bei Schlierkamp, dessen Verletzung am gleichen Gelenk noch konservativ behandelt wird und erst in einer Woche gesagt werden kann, wie es weitergeht.

Der neueste Ausfall ist Marcel Müller, der sich seit mehreren Monaten mit diversen Verletzungen rumplagen musste. Die letzte Diagnose des behandelnden Arztes ließ in Müller den Entschluß reifen, die aktive Handballkarriere auf hohem sportlichen Niveau wahrscheinlich beenden zu müssen. “Das trifft uns hart. Wir sind alle ein wenig schockiert und überrascht, jetzt müssen wir schauen wie wir reagieren.”, so ein sichtlich getroffener Manager Bastian Schlierkamp. “Doch bei allen Gedankenspielen ist eines sicher: Die Gesundheit hat absoluten Vorrang.”

Dieser Grundsatz gilt auch für den letzten im Bunde, Jens Bothe. Beim Torwart macht erneut die noch im letzten Jahr operierte Leiste Probleme. Nähere Untersuchungen erbrachten nun die bittere Gewissheit, dass “Siggi” seine aktive Leistungssportkarriere mit gerade einmal 27 Jahren beenden muss.

Bleibt zu hoffen, dass bei den noch ausstehenden Diagnosen ein besseres Ende für Spieler und Mannschaft steht.