Junglöwen verpassen die Nordrheinligaqualifikation 30.05.2016: Junglöwen verpassen die Nordrheinligaqualifikation

Am Wochenende des 21. + 22. Mai stand für die A-Jugend der SG Ratingen das wohl wichtigste Wochenende der kommenden beziehungsweise laufenden Saison auf dem Programm. Nach der gewonnenen Niederrheinmeisterschaft hatten die Junglöwen genügend Selbstvertrauen getankt, um mit den Ambitionen auf einen der ersten drei Plätze der stark besetzten Gruppe mit sechs Mannschaften nach Wuppertal zu reisen.

Mit den Wölfen Nordrhein stand der SG ein Gegner gegenüber, der körperlich eher unterlegen war, dennoch über starke Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins verfügte. Die hochmotivierten Ratinger starten furios in das Turnier und zeigten von Anfang an, zu welcher Leistung sie fähig sind. Nach überragenden ersten 15 Minuten ließ die Konzentration allerdings etwas nach, so dass sich die anfängliche Dominanz nicht allzu deutlich im Endergebnis wiederspiegelte. Dennoch konnte die SG zufrieden sein, die Wölfe mit 16:9 bezwungen und die ersten beiden Punkte errungen zu haben.

Anschließend blieb genug Zeit zum Regenerieren, da das nächste Spiel gegen den Bergischen HC gute drei Stunden später stattfand. Nach dieser langen Pause gelang es den Junglöwen nicht, von der ersten Minute an wach zu sein, sondern zahlte in den ersten rund sieben Minuten mächtig Lehrgeld. Der BHC zog nämlich direkt mit einer 6:0-Führung weg. Umso beeindruckender, wie sich die Junglöwen zurück ins Spiel kämpften und prompt auf 6:6 ausgleichen konnten. Doch dann wachte auch der BHC wieder auf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zur 20. Spielminute war es stets ausgeglichen, doch dann verloren die Junglöwen im Angriff leichtsinnig die Bälle und fingen sich zwei Tempogegenstöße in Folge. Damit war das Spiel entschieden und die SG belohnte sich nicht für eine überragende Aufholjagd, sondern verlor mit 13:17.

Damit war der erste Turniertag war damit beendet und die ersten kleineren Wehwehchen traten auf. Die zuvor schon leicht angeschlagenen Yannik Nitzschmann und Patrick Achenbach, mussten sich am zweiten Tag sowie alle anderen durchs Turnier beißen.

Am nächsten Morgen ging es weiter und man traf auf den Gastgeber die TG Cronenberg. Wahrlich keine unbekannte Mannschaft, da sie in der letzten Saison einen Platz hinter den Junglöwen landete, wusste man über ihre Stärken. Umso bitterer war der Beginn des Spiels gegen die TG. Die Ratinger ließen im Angriff jeglichen Spielwitz und Kreativität vermissen. Selbst wenn man sich mal durch die Wuppertaler Abwehrreihe durchgekämpfte hatte, fehlte die Präzision im Abschluss. In der Abwehr stimmte die Leistung, denn über die kompletten 25 Minuten kassierte man lediglich acht Gegentore. Allerdings bringt dies auch relativ wenig, wenn man selber nur fünf Tore erzielt. Nach diesem Endstand waren Frust und Enttäuschung riesengroß, da man somit so gut wie ausgeschieden war.

Jedoch ist im Handball alles möglich, also wollte man die letzten verbleibenden Spiele mit wiedererhobenen Kopf bestreiten, für sich entscheiden und schauen für welchen Platz es am Ende reichen würde. Dennoch war beim Anpfiff gegen den TV Oppum selbstverständlich noch nicht jeglicher Frust verflogen und man wollte wieder zeigen, zu welchem Handball man bei der SG fähig ist. Dies gelang auch wunderbar, denn gegen die Krefelder zeigte man eine ähnliche Leistung wie gegen die Wölfe und konnte aus einer sicheren Defensive leichte Tore über die erste und zweite Welle erzielen. Neben der Abwehr stimmte diesmal auch die Wurfgenauigkeit und man konnte das Spiel mit 18:8 für sich entscheiden.

Danach stand das letzte Spiel gegen den ART Düsseldorf auf dem Plan. Die Rather konnten zuvor dem BHC sogar zwei Punkte abknöpfen und waren schon sicher als Erstplatzierter qualifiziert. Dennoch sah man den Düsseldorfer an, dass die Motivation groß war auch das letzte Spiel für sich zu entscheiden. Doch die Junglöwen machten ihnen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, da man sich im Vergleich zum Oppum-Spiel nochmal eine Schippe drauflegte und dem ART alles abverlangte. Es gelang den Ratingern sogar über weite Strecken der Partie in Führung zu liegen. Mit zunehmender Spielzeit rückte der Sieg immer näher und am Ende gelang es trotz gegnerischer Manndeckung, den Sieg nachhause zu fahren und das Turnier erfolgreich abzuschließen.

Nur schade, dass dieses eine verkorkste Spiel gegen die TG Cronenberg den Junglöwen am Ende des Wochenendes die Qualifikation raubte. Ähnlich wie im Jahr zuvor verpasst man die Nordrheinligaqualifikation um Haaresbreite. Nun heißt es, alles Positive aus dem Wochenende mitzunehmen und in der Oberligaqualifikation neu anzugreifen, um diese Qualifikation zu schaffen!