Zwote sammelt wichtige Punkte im Aufstiegskampf 29.03.2017: Zwote sammelt wichtige Punkte im Aufstiegskampf
Salim (li.) ist nicht mehr alleine am Kreis: “Ingo” Bartmann gab sein Debüt in der Zwoten!
So langsam beginnen die Wochen der Wahrheit für die SG2. Los ging es am 21. Spieltag mit dem Auswärtsspiel beim ETB im Essener Süden. Das Hinspiel gegen Schwarz/Weiß konnten die Löwen unter dramatischen Umständen, nach einer fulminanten Aufholjagd, durch Bastian Schlierkamps Strafwurf nach Abpfiff für sich entscheiden – nach einem derartigen Ausgang war klar, dass die Hausherren etwas gutzumachen hatten. Ohne Marcel Müller, Fabian Zarnekow, Hendrik Jänsch und A-Junioren wie Clemens Oppitz oder Leo Loose reiste man nach Essen um die Tabellenführung zu verteidigen. Seinen Einstand im Trikot der Zwoten gab dafür „Neuzugang“ Sebastian Bartmann.

Dabei begann das Spiel zunächst verhalten. Die 3:5 Anfangsführung der Löwen konnte bis zum 6:6 nicht verteidigt werden. In der ersten Hälfte ließen die Löwen zu viele einfache Tore über die Mitte und den Kreis zu, sodass sich trotz des ordentlichen Ratinger Angriffs ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Mitte der ersten Hälfte konnten sich die Roten dann erstmals auf vier Tore absetzen. Aus gewonnenen Bällen in der Defensive waren die Löwen in der Lage ihr Tempospiel aufziehen und konnten sich so in der ersten und zweiten Welle auf 7:11 und 9:13 absetzen. Lange Bestand hatte die Führung jedoch nicht, denn einige Fehler im Löwenspiel wurden von den Hausherren gnadenlos bestraft und so fiel in der Schlussminute der 13:13 Ausgleich und schließlich der 14:14 Halbzeitstand.

Vor allem in der Abwehr mangelte es an der Feinabstimmung, sodass ein Impuls von der Bank folgen mussten. Die Defensivleistung hatte noch viel Luft noch oben, daher rückte Abwehrspezialist Jan Holtgrave ins Zentrum. Debütant Bartmann wechselte aufgrund von zwei frühen Zeitstrafen gegen den bartlosen Jahan Bakhsh auf die Kreisläuferposition und der erfahrene Alex Schult kam für den rechten Rückraum. Einige Änderungen also, die sich vorerst aber noch nicht bezahlt machen sollten.

Die zweite Halbzeit begann extrem ausgeglichen. Bis zum 20:20 Mitte des zweiten Durchgangs konnte sich keine Mannschaft auf mehr als einen Treffer absetzen, es bahnte sich ein Krimi an. Was die Löwen allerdings merkten war, dass ihre Abwehrformation mit jedem Spielzug besser funktionierte und weiter zusammen wuchs und daher war es auch die Löwendeckung, die in der Schlussviertelstunde den Unterschied machte. Der Innenblock Holtgrave/Bartmann stand nun erheblich besser und reagierte auf den wild kreuzenden Essener Rückraum, sodass sich die Ratinger zunächst auf zwei Tore (22:24) und schließlich sogar auf vier Treffer (23:27) absetzen konnte. Der Essener Trainer tat was er tun musste, nahm Bastian Schlierkamp und Mateusz Dobrolowicz in Manndeckung, doch auch diese Hürde meisterten die Löwen routiniert, sodass am Ende ein 27:31 Auswärtssieg auf der Habenseite steht.

Der wirklich wichtige Sieg ist an vielen Dingen festzumachen. Sebastian Bartmann gab mit 6 Treffern einen starken Einstand, Bastian Schlierkamp leitete die Partie als Mittelmann routiniert und auch die Außen Marc Steppke (5 Tore) und Bastian Lindner (4 Tore) zeigten sich treffsicher. Letztendlich war es aber das Team der Zwoten, das in Essen den längeren Atem bewies und nach einer ausgeglichenen Partie in der Lage war, sich in der Schlussphase nochmals zu steigern. Nicht nur für das Punktekonto, sondern auch für die Mentalität waren das zwei enorm wichtige Punkte, die nach den anderen guten Resultaten weiteren Aufwind für die Wochen der Wahrheit bringen.

Hoffend, Lux – Bartmann 6, Schlierkamp 6/3, Steppke 5, Lindner 4, Dobrolowicz 4, Nitzschmann 3, Jahan Bakhsh 1, Oesterwind 1, Schult 1, Holtgrave, Bauer.