Vorbericht: HSG Wiesbaden – SG Ratingen 28.11.2014: Vorbericht: HSG Wiesbaden – SG Ratingen
Will mit seinem Team den dritten Sieg in Folge: Marcel Müller
Am Samstag steht Teil drei der “Wochen der Wahrheit” für das Löwenrudel an. In Wiesbaden kommt es zum Kellerduell gegen die HSG, aktuell Tabellensechzehnter der dritten Liga West. Außenstehende könnten von einem leichten Vorteil für die SG sprechen (12.), bei etwas genauerem Hinsehen relativiert sich jedoch einiges. Denn noch nicht einmal vierzehn Tage ist es her, als sich die Vorzeichen anders herum lasen.

Eng geht es zu im Keller der Liga. Vom zehnten Platz an, momentan vom OSC belegt, sind es bis zur HSG nur fünf Punkte. Verschärft wird diese Konstellation durch die Tatsache, dass noch immer unterschiedlich viele Spiele absolviert wurden. Dies verzerrt die Tabelle ein wenig und lässt Teams dort auftauchen, wo sie mit entsprechend mehr gespielten Partien vielleicht gar nicht hingehören. Wie zum Beispiel den Gastgeber aus Wiesbaden. Ein Sieg würde die Hessen wieder mitten ins Getümmel bringen, und nichts weniger haben diese sich für das Duell gegen die Löwen vorgenommen.

Auch deshalb, weil sich das Team um Trainer Stephan Metz genau wie die SG in einer äußerst wichtigen Phase der Saison befindet. Bis Weihnachten sind noch drei Begegnungen zu absolvieren, zwei davon gegen direkte Konkurrenten. Und ein Erfolgserlebnis sehnt man dringend herbei, das letzte Mal konnten zwei Punkte Mitte Oktober gefeiert werden, als man Schalksmühle knapp mit 24:23 bezwang. Seither hagelte es mitunter herbe Niederlagen. Die höchste davon in der Vorwoche, als man in Duisburg deutlich mit 19:33 unterlag.

Von einem Vorteil will Löwen-Trainer Richard Ratka unterdessen nichts hören: “Alle Mannschaften am unteren Ende der Tabelle haben eines gemeinsam: Drei Mal in Folge zu gewinnen hat hier keiner geschafft. Und wenn man an unser Spiel in Neuss denkt und hier die vorherigen Ergebnisse vergleicht, dann sind wir gewarnt. In Wiesbaden steht eines unserer schwersten Auswärtsspiel an.” Dabei müssen die Löwen wieder einmal eine schwere Verletzung im Rudelkader reagieren. Chris Rommelfanger verletzte sich im Spiel gegen Gladbeck so schwer, dass er an der Hand operiert werden musste und frühestens im Februar wieder Sport treiben darf. Es ist bereits die achte (!) schwere Verletzung in der laufenden Saison, die die Löwen aus dem Rhythmus bringen kann.

Die wollen ihrerseits aber alles dafür tun, die angefangene Mini-Serie von zwei Siegen in Folge weiter auszubauen und sich so weitere Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Mit an Bord für Rommelfanger ist dann Marcel Müller, der sich nach seiner Verletzung nach und nach an die Belastung der dritten Liga heranarbeitet und für die nötige Entlastung sorgen will. Denn wie in allen anderen (gewonnenen) Spielen kommt es beim Rudel vor allem auf eine geschlossene Mannschaftsleistung an.