Richard Ratka verlässt das Rudel 27.06.2016: Richard Ratka verlässt das Rudel
Richard Ratka mit vollem Einsatz von der Bank
Entgegen der vor wenigen Wochen getroffenen Entscheidung seinen Vertrag zu verlängern kommt es nun ganz anders: Richard Ratka muss das Löwenrudel verlassen. “Die Gründe hierfür liegen ausschließlich im privaten Bereich”, so der Coach der ersten Herrenmannschaft nach drei überaus erfolgreichen Jahren.

Im Sommer 2013 machten die Löwen aus der Not eine Tugend, als es ihnen nach dem plötzlichen Abgang von Pascal Mahé gelang, mit Richard Ratka ein echtes handballerisches Schwergewicht in die Dumeklemmerstadt zu lotsen. Den ehemaligen Bundesligatrainer reizte die Aufgabe, beim ambitionierten Verbandsligameister die Weiterentwicklung voranzutreiben. Dies gelang eindrucksvoll, mit dem vierten Aufstieg in Folge und einem ungefährdeten Klassenerhalt in der Spielzeit 2014/2015 waren die ersten beiden Jahre im Rudel von großem Erfolg geprägt. Zur dritten Spielzeit aber traten erste Veränderungen in Ratkas beruflichen Umfeld ein, die ihn zwangen kürzer zu treten. Fortan trainierte er die Mannschaft im Team zusammen mit Simon Breuer und auch die letzte Spielzeit wurde mit dem neunten Tabellenplatz über der internen Zielsetzung abgeschlossen.

“Zusätzlich zu den gestiegenen beruflichen Belastungen haben sich in den letzten Tagen private Faktoren gesellt, die es mir nicht mehr erlauben meinen Ansprüchen an eine professionelle Trainertätigkeit gerecht zu werden. Das war eine schwere Entscheidung, aber ich musste sie treffen. Auch im Sinne des Vereins”, so der gebürtige Dortmunder, der dem Löwenrudel aber weiterhin verbunden bleiben wird: “Ich werde natürlich weiterverfolgen, wie sich die Jungs anstellen und auf anderer Ebene meine Unterstützung einbringen, wenn sie benötigt wird.”

Und auch das Statement von Manager Bastian Schlierkamp ist eindeutig: “Wir haben Richard sehr viel zu verdanken, er hat die Entwicklung der Mannschaft und des Vereins maßgeblich beeinflusst. Wir haben immer eine sehr offenen und ehrliche Art gepflegt miteinander umzugehen und so sehr ich seinen Schritt bedauere, genauso gut verstehe ich die Beweggründe und bedanke mich ausdrücklich für drei tolle Jahre!”

Einen Nachfolger für Ratka im Trainerteam des Rudels ist indes zwar noch nicht gefunden, Gespräche mit potentiellen Kandidaten laufen aber bereits. Die Verantwortlichen der SG Ratingen sind mehr als zuversichtlich, in den kommenden Tagenauch diese Baustelle schließen zu können um mit voller Konzentration den Trainingsauftakt am 23. Juli angreifen zu können.