Zwote beendet Hinrunde als Spitzenreiter 24.01.2017: Zwote beendet Hinrunde als Spitzenreiter
Glückliche Löwen freuen sich über die Tabellenführung.
Es war der Abschluss der Hinrunde, als der Tabellensechste aus Essen Cronenberg in der Höhle der Löwen gastierte. Die Ratinger, noch beflügelt vom Sieg im Spitzenspiel, mussten ihre Form bestätigen um den Vorsprung mit in die zweite Saisonhälfte zu nehmen. Verzichten musste die SG dabei auf Marcel Müller, der mit den ersten Herren im Einsatz war und auf Linksaußen Yannik Nitzschmann, der sich am Tag zuvor im Spiel der Junglöwen verletzt hatte.

Die Dumeklemmer wollten ihre Ambitionen gleich mit dem Anpfiff zeigen. Nach dem 1:0 und dem folgenden Ausgleich, konnten sich die Hausherren ein ums andere Tor aufs zwischenzeitliche 9:2 absetzen. Der Grundstein dafür wurde in der Defensiv gelegt, die zum einen von Abwehrchef Jan Holtgrave zusammen gehalten und zum anderen vom wieder einmal überragenden Schlussmann Hendrik „The Tank“ Jänsch komplettiert wurde. Was folgte beschrieb Löwentrainer Hoft nach dem Schlusspfiff als „falsche Einstellung im Kopf“, denn der sieben Tore Vorsprung Mitte der ersten Hälfte schrumpfte langsam über 11:5 auf den 12:8 Halbzeitstand. Dramatisch war die Lage zwar noch nicht, dennoch ärgerte es den Trainer, wie seine Mannschaft ein durchweg dominantes Spiel nicht einfach durchziehen konnte.

Wach gerüttelt und mit gewaschenem Kopf gingen die Löwen in die zweite Spielhälfte und konnten erneut auf eine starke Deckung bauen. Immer wieder konnte man den Gegner entweder zu schwierigen Würfen oder Ballverlusten zwingen und ansonsten war Torwarthühne Jänsch zur Stelle, sodass die Dumeklemmer nicht nur die Gegentore verhindern, sondern über den Gegenstoß und die zweite Welle auch selbst erfolgreich werden konnten. Nach dem verhaltenen Beginn über ein 14:10 zogen die Ratinger schließlich auf 18:11 und 21:12 davon. In dieser Phase zeigte sich dann der konditionelle Unterschied der beiden Teams, denn letztlich waren es Marc Steppke und Simon Bauer im Gegenstoß oder Bastian Lindner und Mateusz Dobrolowicz in der zweiten Welle, die den TV Cronenberg immer weiter ins Hintertreffen brachten. Die neun-Tore-Führung war die Höchste des Spiels, wonach die Löwen ihren Stiefel routiniert runterspielen konnten und im weiteren Verlauf bis zum 25:18 Endstand nichts mehr anbrennen ließen.

Alles in allem zeigten die Löwen eine gute Leistung, getrübt von Phasen der Unkonzentriertheit, mit denen Übungsleiter Hoft ganz und gar nicht zufrieden war. Verbesserungspotenzial ist schließlich immer vorhanden. Nichts desto trotz geht das Sonderlob zum einen an Torhüter Jänsch und zum anderen an die ganze Löwenabwehr, die sich im Laufe der Hinrunde Spiel um Spiel verbessert hat. So stehen die Ratinger nach 13 von 26 Spielen mit 24:2 Punkten und drei Zählern Vorsprung auf dem ersten Tabellen- und Aufstiegsplatz der Landesliga. Dekorativ stellen die Löwen neben der besten Tordifferenz, den zweitbesten Angriff und die beste Abwehr der Liga und sind daheim, an der Gothaer Straße, noch ungeschlagen! Unter dem Strich kann man mit der Hinrunde zufrieden sein, der erste Schritt Richtung Aufstieg ist getan. Um das Ziel zu realisieren muss sich die SG allerdings strecken. Mit den Verfolgern im Nacken kann man sich keinen Aussetzer erlauben und muss die Form der Hinrunde auch in der zweiten Saisonhälfte bestätigen. Die Löwen haben alles in der eigenen Hand.

Jänsch, Hoffend v.K., Loose – Schlierkamp 6, Steppke 5, Dobrolowicz 5, Lindner 3, Bauer 3, Jahan Bakhsh 2, Oppitz 1, Holtgrave, Achenbach, Kniprath.