Löwen beweisen Charakter 24.01.2017: Löwen beweisen Charakter
Starker Auftritt: Flo Schlierkamp
In einem der schwerster Spiele der bisherigen Saison beweisen die Löwen Charakter. Nicht in sportlicher Hinsicht war das Unterfangen in Köln ein echter Prüfstein, das Duell der ehemaligen Relegationsgegner war nicht weniger als ein Lebensbeweis des Rudels. Den lieferte es und so konnte die 33:39-Niederlage zähneknirschend hingenommen werden.

Das Spiel der Vorwoche gegen den Spitzenreiter aus Neuss hatte tiefe Wunden hinterlassen. Blutleer und sich dem eigenen Schicksal ergebend war die SG aufgetreten, die gezeigte Leistung schockierte nicht nur Bastian Schlierkamp: “Ich habe sehr viele kritische Rückmeldungen erhalten und diese ungefiltert der Mannschaft vor Augen gehalten. Das tat sehr weh, vor allem deshalb, weil sie völlig berechtigt war. Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion gezeigt, deswegen blicke ich zuversichtlich auf die anstehen Aufgaben.”

Die Anspannung war den Löwen deutlich anzumerken, kein Akteur wollte das Debakel gegen Neuss erneut durchleben. Nachdem Benni Richter die Gastgeber in Führung schoss und Dominic Kasal und Marcel Müller erste Erfolgserlebnisse sammelten war der Kampfgeist der Löwen schnell geweckt. Bis zum 7:9 lief das Rudel aber einem Rückstand hinterher, beide Abwehrreihen hatten nicht ihren besten Tag. Davon beeindrucken ließen sich die Löwen nicht, bissen sich im Gegner fest und legten die so dringend benötigten Tugenden an den Tag. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten, beim 15:13 gingen sie erstmals mit zwei Treffern in Führung. Bis zur Pause allerdings leisteten sich die von den starken Florian Schlierkamp und Simon Breuer angeführten Löwen aber zu viele Fehler, in die Kabine ging es mit einer 18:21-Führung der Gastgeber.

Auch nach Wiederanpfiff war das Spiel offen, von den nun dreizehn Tabellenplätzen Differenz wenig zu sehen. Bis zum 24:26 (43.) war alles drin, ehe der LSC nun zu einfachen Toren kam und das Rudel hart ackern musste, um überhaupt in aussichtsreiche Wurfposition zu gelangen. Kontinuierlich setzten sich die Domstädter ab, bei sechs Toren Unterschied pendelte sich das Ergebnis bis zum Schlusspfiff auf 33:39 ein. Simon Breuer wirkte zwar ein wenig gelöst, mahnte aber zugleich: “Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich kann nicht erwarten, dass von jetzt auf gleich alles klappt. Aber ich erwarte, dass die Jungs noch hungriger, noch galliger werden und zu keinem Zeitpunkt mehr in alte Verhaltensweisen zurückfallen.”

Aufstellung SG: Ferne, Ott – Jung, Müller (6), Breuer (7), Kasal (3), Jacobs (4), Schütte (1/1), Schlierkamp (7/1), Maesch (1), Jäckel, Bartmann (3), Worm (1), Arnaud