Löwen erreichen Saisonziel – Ein Fazit 23.05.2016: Löwen erreichen Saisonziel – Ein Fazit
Das Löwenrudel nach einem der 13 Saisonsiege
Die erste Herrenmannschaft der SG Ratingen beendete die vergangene Spielzeit in der dritten Liga West auf dem neunten Tabellenrang. Das eigentliche Ziel, der elfte Platz, wurde somit sogar übertroffen und man könnte schnell einen Haken hinter die Saison machen. Dennoch wagen wir einen finalen Rückblick auf ein turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen. Danach gilt nun unsere volle Konzentration der Vorbereitung auf die dritte Spielzeit in der dritten Liga.

Nach der überaus erfolgreichen ersten Saison des Löwenrudels in der dritten Liga sahen sich Mannschaft und Verantwortliche mit einer auch von außen intensiven und gesteigerten Erwartungshaltung konfrontiert. Wohlwissend, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg oftmals schwerer wird als die Premiere, behielten alle direkt Beteiligten einen kühlen Kopf. Immer wieder verwiesen sie auf die selbstgesteckten Ziele und richteten ihre Vorbereitungen dementsprechend aus. Der Kader wurde punktuell verstärkt, die Strukturen abseits der Platte gefestigt und so eine gute Basis geschaffen, von der aus eine Weiterentwicklung in allen Bereichen möglich sein sollte.

Der sportliche Start in die Saison glückte mit einem Kampfsieg im Heimspiel gegen die HSG Varel. Doch schon im nächsten Spiel folgte die Ernüchterung. In Neuss wurde das Rudel unsanft auf den Boden der Drittligatatsachen zurückgeholt. Auch die Folgespiele zeigten, dass trotz Erfolgen in Soest oder dem Rekordsieg von 41:26 vor heimischer Kulisse gegen den TuS Volmetal der Löwenmotor unrund lief. Zudem sah sich Richard Ratka aufgrund beruflicher Mehrbelastung gezwungen, kürzer zu treten. Simon Breuer, eigentlich als Leitlöwe für das aktive Geschehen vorgesehen, sprang deshalb ins kalte Spielertrainerwasser und übernahm zusätzliche Verantwortung neben dem Spielfeld.

Aus dieser unbequemen Lage traten die Löwen zunächst aber gestärkt hervor. Sechs Siege aus acht Spielen holten Breuer, Ratka und Co. bis Weihnachten, obwohl sich gerade neben der Platte weiterhin viel tat. Mathis Stecken verletzte sich schwer am Finger und Niko Lenz verschlug es studienbedingt für ein halbes Jahr nach Singapur. Jan Benninghoff und Fabian Bednarzik sprangen ein, letzterer sogar bis Saisonende und es sollte sich zeigen, dass beide wichtige Unterstützung lieferten. Nicht zuletzt, weil zum Rückrundenstart mit Arthur Giela einer der wichtigsten Rudel-Akteure für beinahe die komplette zweite Halbserie ausfiel.

Von der hervorragenden Ausgangslage im Januar sollte das Rudel letztendlich lange zehren. Es setzte viele Nackenschläge. Doch weil immer mal wieder auch Erfolgserlebnisse gefeiert werden konnten, sollte die Lage nie vollständig prekär werden. Highlights in der zweiten Saisonhälfte waren die Siege in Schalksmühle und gegen den VfL Fredenbeck. Bei diesen Spielen zeigte die Mannschaft, was mit einem noch geschlosseneren Auftreten mehr möglich gewesen wäre. Der Abschluss auf dem neunten Rang wird auch deshalb sachlich eingeordnet, weil die Enge der Liga bei ein bisschen mehr an Pech die Löwen auch auf einem ernüchternden dreizehnten Rang hätte einlaufen lassen können.

Unter dem Strich aber übererfüllt das Rudel die selbstgesteckten Ziele und beendet die zweite Saison in der dritthöchsten Spielklasse auf einem versöhnlichen neunten Platz. Für die kommende Spielzeit visieren die Löwen eben jenen neunten Rang wieder an. Die Weichen hierfür sind bereits seit längerem gestellt. Ein halbes Dutzend neuer Spieler wird das Gesicht der Dumeklemmer deutlich verändern. Insgesamt wird das Team stark verjüngt auftreten. Manager Bastian Schlierkamp konnte ausnahmslos ehrgeizige und mit Potential versehen Akteure verpflichten, so dass alle, nicht nur die sportiven Rudelmitglieder, auf eine spannende Saison 2016/2017 blicken dürfen.