Rückschlag in Minden 22.11.2016: Rückschlag in Minden
Zeigte eine starke Leistung, seine 9 Tore verhalfen dennoch nicht zum Sieg: Flo Schlierkamp
Nach dem ersten Saisonsieg müssen die Löwen in Minden gleich wieder einen Rückschlag hinnehmen. Gegen den Tabellennachbarn reichte die gezeigte Leistung nicht, um Punkte aus Ostwestfalen mitzunehmen. Bis zum 26:26 wäre dies durchaus möglich gewesen, die nötige Schippe drauf legte aber nur der Gastgeber. Am Ende steht ein ernüchterndes 33:29 für den GWD-Bundesliganachwuchs.

Viel hatte sich das Rudel vorgenommen. Dem ersten doppelten Punktgewinn sollte gleich der nächste folgen, um sich so langsam aber sicher aus dem Tabellenkeller zu kämpfen. Daraus wurde erstmal nichts. In Minden zeigte sich GWD als das stabilere Team und behielt völlig verdient die Zähler. Bis zum 11:11 (21. Spielminute) blieb es zunächst ein enges Spiel, Flo Schlierkamp und Simon Breuer waren je dreimal für die Dumeklemmer erfolgreich. Der Angriffsmotor lief rund, im Rückwärtsgang allerdings waren deutliche Mängel zu erkennen. Bis zur Pause kassierten die Löwen 18 Gegentore, so viel wie im gesamten letzten Spiel nicht. Beim 18:14-Halbzeitstand waren die Löwen gefühlt gleichwertig, trotzdem liefen sie bereits hier einem deutlichen Rückstand hinterher.

Aus der Kabine kommend nahm das Rudel dann aber den Kampf und die Herausforderung wieder an. Tor um Tor bissen sie sich heran, beim 22:22 (42.) durch Rekonvaleszent Arthur Giela war der Ausgleich geschafft. Das Spiel hätte kippen können und bis zum 26:25 (Bartmann, 48.) waren der Spielausgang offen. Doch weil die SG nie den Bock umstieß und eine eigene Führung erzielen konnte, erwies sich der psychologische Faktor als zu schwerwiegend. GWD setzte die Big Points und zog den Gästen langsam und qualvoll die Zähne. Das 31:26 (58.) durch den ehemaligen Bundesligaakteur Oli Tesch war die Entscheidung, die Löwen mussten die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag ad acta legen.

Zum echten Muss-Spiel wird somit das kommende Heimspiel der SG, wenn das Rudel als 14. auf das Schlusslicht SG Langenfeld trifft. Doch auch hier wird kein Selbstläufer zu erwarten sein. Denn der Aufsteiger ist nicht nur punktgleich mit den Löwen, sondern hat mehrfach beweisen wie unangenehm und gefährlich die Truppe sein kann. Anpfiff des Duells ist am Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Gothaer Straße.