Manfred Kraft – vom Feldhandball in die dritte Liga 21.05.2014: Manfred Kraft – vom Feldhandball in die dritte Liga

Das Ratinger Urgestein Manfred Kraft schaut auf 59 Jahre Handball in Ratingen zurück. 1938 in Ratingen geboren hat der Linkshänder erst im Alter von 17 Jahren mit dem Handballspielen angefangen. „Damals gab es in Ratingen nur Fußball oder Handball. Freunde von mir spielten bereits Handball und Fußball machte mir ohnehin nicht so viel Spaß. Da bin ich also beim Turnerbund gelandet“, erklärt der ehemalige Feldhandballer seinen Karrierestart. Seit dem ist er aus den Vereinsreihen nicht mehr wegzudenken. Aktiv blieb er bis zu seinem 55. Lebensjahr und begann dann in den 90ern als Abteilungsleiter. Dieses Amt gab er anschließend in die Hände von Michael Zeidler und widmete sich der Begleitung von Mannschaften und anderen organisatorische Aufgaben. So durchlebte er entweder als Spieler oder als Funktionär alle Höhen und Tiefen mit dem DJK Turnerbund 08 Ratingen.

Nun ist er auch im Team der SG Ratingen aktiv. „Zunächst war ich schockiert über die Nachricht, dass erneut eine SG mit dem Turnerbund gegründet werden soll. Ich hätte nicht geglaubt, dass das gut geht“, gesteht der 75-Jährige. „Doch die neuen Akteure und das vorgelegte Konzept überzeugte mich!“ Als Schiedsrichter- und Männerwart kümmert er sich nun fürsorglich um die Belange des Clubs. „Manni hat über 20 Jahre Erfahrung in der Organisation eines Vereins. Besonders in der Anfangsphase konnte er uns mit seinem Fachwissen zu den Durchführungsbestimmungen oder auch einzuhaltenen Fristen beim Verband anleiten“, lobt Manager Bastian Schlierkamp. Kraft steckt also auch in das neue Gesicht des Turnerbundes sein volles Herzblut hinein und betont, dass die 100-jährige Tradition des Turnerbundes in der SG weiterlebt und die neue Verbindung eine innovative Perspektive auch für die weitere Zukunft darstellt.

Jetzt, mit dem gelungenen Aufstieg in die dritte Liga sind sämtliche Ziele verfrüht erfüllt, die am Gründungstag im April 2011, mittel- und langfristig gesetzt wurden. „Es hat Spaß gemacht, die Jungs bis hier hin zu begleiten“, schwärmt Kraft, der die erste Mannschaft vom Beginn der SG an am Kampfgericht unterstützt hat. „Es ist schön zu wissen, dass wieder hochklassiger Handball in Ratingen gespielt wird!“ Zuletzt gelang das der Spielgemeinschaft HSG Wülfrath/Ratingen in der Saison 1982/83. Der Turnerbund nahm dort gemeinsam mit dem TB Wülfrath am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teil.

Dennoch schaut er auch ein wenig wehmütig auf den geschafften Aufstieg: “Dieser Erfolg bedeutet für mich nun eine Umorientierung.“ Denn auf Bundesliganiveau werden nicht nur die Schiedsrichter sondern auch der Zeitnehmer und Sekretär offiziell angesetzt. „Ich werde also nun von der Tribüne aus zuschauen und die Jungs in der dritten Liga anfeuern.” Damit ein guter Start gelingt, befindet sich die Mannschaft nach nur einer Woche Pause seit heute wieder in ihrer ersten Vorbereitungsphase.