Zweite Herren: Schmerzhafte Niederlage in Velbert 20.02.2017: Zweite Herren: Schmerzhafte Niederlage in Velbert
Die Zwote gewinnt und verliert – als Team!
Es war ein harter Abend, der auch im Nachgang noch weh tut. Am Samstagabend traf die Zwote im Emka-Sportzentrum auf die HSG Velbert/Heiligenhaus und stand vor einer Partie, bei der von vornherein niemand wusste was zu erwarten war. Die Hausherren, mit einem Kader der eindeutig besser ist als der Tabellenrang, konnten gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel immer gut mithalten, so auch im Hinspiel in Ratingen. Auf der anderen Seite gingen Spiele, wie in der Vorwoche beim Schlusslicht Unterrath, hoch verloren, sodass sich die Adler im Kampf gegen den Abstieg befinden. Einen ähnlichen Kampf führen die Löwen gegen Mühlheim-Saarn um den Aufstieg, sodass die Partie trotz des großen Abstandes in der Tabelle eine gewisse Brisanz besaß.

Die Löwen, erneut ohne Marcel Müller, Fabian Zarnekow, Alex Schult, sowie dem Torwartduo aus Michael Hoffend v.K. und Hendrik Jänsch, erwischten vor einer tollen Kulisse in Velbert den besseren Start in die Partie. Nach einer 2:4 und 3:5 Führung, konnten die Hausherren dennoch beim 5:5 zum ersten Mal ausgleichen. Bereits in der Anfangsphase zeigte sich, dass HSG-Shooter Steffen Schulz wohl, anders als im Hinspiel, einen Sahnetag erwischte und aus der halblinken Rückraumposition nach belieben traf. Auf der anderen Seite war es Junglöwe Clemens Oppitz, der vor allem aus dem Tempospiel immer wieder die Lücke in der Deckung fand und den Velbertern die größten Probleme bereitete. Bis zum 9:9 sahen die zahlreichen Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe, wonach die HSG ihre erste Führung prompt mit einem Lauf auf vier Tore, zum 13:9 ausbauen konnte. In den verbleibenden 15 Minuten der ersten Spielhälfte konnte sich keine der Mannschaften weiter absetzen oder wieder heran kommen, sodass sich dem Publikum ein ausgeglichenes und spannendes Spiel bot. Über ein 17:13 erzielten die heimischen Adler schließlich das Tor zum 20:15 Halbzeitstand. Für die Löwen lief in der ersten Hälfte so einiges schief, vor allem jedoch die Deckungsleistung. In den letzten Begegnungen war man immer knapp über, teilweise sogar unter 20 Gegentoren geblieben – in Velbert war dieser Punkt schon mit dem Ende der ersten Halbzeit erreicht.

Das eine Veränderung her musste war klar und so ließ Trainer Hoft in der zweiten Halbzeit wesentlich offensiver decken. Zwei, zeitweise sogar drei Gegenspieler wurden in Manndeckung genommen, was vor allem die Kreise von Steffen Schulz einschränken sollte. Von Erfolg gekrönt war diese Maßnahme zunächst noch nicht, da nun der Angriff aus den Ballgewinnen kein Kapital schlagen konnte. Einziger Lichtblick neben Clemens Oppitz war der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Yannik Nitzschmann, der von der Linksaußenposition noch starke sechs Treffer beisteuern konnte. Mit dem 23:17 und 28:22 konnten die Hausherren ihren Vorsprung sogar noch vergrößern, wodurch es Mitte der zweiten Spielhälfte für die Dumeklemmer ganz und gar nicht gut aussah. Aufgeben war für das Team allerdings keine Option. Mit dem Rücken zur Wand wurde der sechs Tore Rückstand vorerst auf vier Treffer, zum 29:25 und 31:27, verkürzt. In Folge dessen konnten die Löwen durch einen starken Kampf weiteren Boden gut machen und hatten beim Spielstand von 32:31 mit 40 Sekunden auf der Uhr die Chance zum ersten Ausgleich seit dem 9:9. Allerdings landete ein Pass bei diesem letzten Angriff im Seitenaus, wodurch der Jubel der Gastgeber keine Grenzen kannte und das 32:31 die dritte Ratinger Saisonniederlage besiegelt.

Zwar ist die Niederlage für alle Löwen unglaublich bitter, trotzdem hat das Spiel – mit etwas Abstand betrachtet – einen großen Lernwert für die Ratinger. Gratulieren muss man der HSG Velbert/Heiligenhaus zu einer starken Leistung und zwei wichtigen Punkten im Abstiegskampf. Im Aufstiegskampf nehmen die Löwen nun erstmals seit dem siebten Spieltag wieder die Verfolgerrolle ein und müssen der DJK Saarn die Tabellenführung überlassen. Nun haben die Dumeklemmer über das Karnevalswochenende Zeit etwas Abstand zu nehmen und dann, rechtzeitig zum Schlussspurt in der Liga, wieder zurück zu alter Stärke zu finden. Schließlich ist von nun an jedes Spiel ein Endspiel.

Loose, Zielke – Oppitz 9, Nitzschmann 6, Ditzhaus 6/2, Schlierkamp 3, Steppke 2, Dobrolowicz 2, Lindner 1, Jahan Bakhsh 1, Holtgrave 1, Bauer, Michel.