Spielbericht: VfL Gladbeck – SG Ratingen 19.04.2015: Spielbericht: VfL Gladbeck – SG Ratingen
Sorgte für Torgefahr in Gladbeck: Dominic Kasal
In Spiel eins nach der Osterpause teilen sich nach einem spannenden Spiel die Mannschaften die Punkte. Der neutrale Zuschauer würde das Ergebnis wohl als gerecht bezeichnen, im Lager beider Kontrahenten allerdings wusste man es nicht so recht einzuordnen. Denn in der Schlussminute hätte das Pendel sowohl für den Gastgeber als auch das Löwenrudel ausschlagen können, als schließlich Mathis Stecken und der Pfosten bei Krönungs letztem Versuch die Punkteteilung beschert.

Der VfL Gladbeck wollte sein letztes Heimspiel in der laufenden Saison unbedingt gewinnen, um sich das nötige Selbstvertrauen für die noch ausstehenden drei Saisonspiele zu holen. Aber auch die Löwen, von jeglichem Druck befreit, waren keineswegs gewillt, sich zurückzulehnen und Geschenke zu verteilen. Angeführt von ihren Toptorschützen Krönung und Mollenhauer erwischte aber der VfL den besseren Start. Das 2:0 durch Letztgenannten in das leere Tor brachte das Publikum sofort auf Betriebstemperatur, die Löwen ließen sich hiervon aber nicht beeindrucken. Das 6:4 (8. Spielminute) wandelten sie in die erste Führung der Partie, als Mike Schulz per Siebenmeter zum 6:7 einnetzt. Doch obwohl die Defensive nun ein wenig besser agierte, einen echten Zugriff auf die Aktivposten des VfL erlangten Bartmann, Janus und Co. selten. Beim 9:8 durch Mollenhauer erzielte dieser bereits sein drittes Tor, Krönung hatte zu diesem Zeitpunkt schon 5 Treffer auf dem Konto. Am Ende sollten beide in der Summe 20 der 27 VfL-Treffer markiert haben.

Das 13:10 (21.) für die Heimmannschaft bedeutete die erste deutlichere Führung überhaupt. Was folgte war aber die stärkste Phase des Rudels im Spiel. Fünf Tore in Folge brachte es seinerseits mit 13:15 in Front, bis zur Pause hielt die zwei-Tore-Führung – 14:16. Ratka konnte mit der Offensive zufrieden sein und auch hinten schienen sich seine Jungs so langsam akklimatisiert zu haben.

Nach dem Pausentee ließen sich die Löwen dann aber von einer offensiven Deckungsvariante gegen Dominic Kasal überraschen. Spielfluss und geordneter Aufbau gingen verloren und erst nach drei schnellen Gladbecker Toren brach René Zobel den Bann zum zwischenzeitlichen 17:17 (34.). Die Löwen spielten stärker auf und gingen ihrerseits durch Tore von Schütte, Lenz, Janus und wiederum René Zobel mit 18:21 in Front. Eine Vorentscheidung fiel auch deshalb aber nicht, weil der VfL weiterhin auf sein überragendes Publikum zählen konnte. Denn es peitschte die Roten nicht nur zum neuerlichen Ausgleich (21:21, 47.), sondern auch zu Führungen in der Endphase der Partie. Das die Löwen dranblieben hatten sie dem am Ende mit sechs Toren erfolgreichen René Zobel zu verdanken, alle Dumeklemmer-Treffer vom 24:23 bis zum 26:25 gingen auf seine Kappe.

Die Entscheidung ließ indes weiter auf sich warten. Das Krönungs 27:25 (55.) bereits das letzte VfL-Tor sein sollte konnte kein Beteiligter in der Riesener Halle erwarten. Mike Schulz behielt vom Punkt die Nerven und Damian Janus erzielte vom Kreis den umjubelten Ausgleich. Beiden Teams blieben zu diesem Zeitpunkt noch gute zwei Minuten Zeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Zwingende Aktionen gelangen bis in die Schlussminute aber auf keiner Seite mehr, ehe die letzten 15 Sekunden der Begegnung anbrachen. Ein angezeigtes Zeitspiel zwang die Löwen zu einem Abschluss von zehn Metern, das Glück hatte René Zobel aber nun nicht mehr auf seiner Seite. Gleiches galt in den verbliebenen 12 Sekunden aber auch für den VfL. Etwas konfus trug er den Ball nach vorn und überließ die Entscheidung Goalgetter Krönung. Angesichts seines ungeahndeten Schrittfehlers war der abschließender Pfostentreffer nicht vollends ungerecht. Das Spiel endete Unentschieden, welches das Löwenrudel auf Platz sieben hält und den Gladbeckern zumindest einen Punkt im Kampf um den Nichtabstieg beschert.

Aufstellung SG: Stecken, Zielke – Lenz (5), Janus (3), Zobel (6), Schütte (3), Schlierkamp, Schult, Bartmann, Schulz (4/2), Kasal (6), Helfrich, Oesterwind