Löwen zu geschwächt für konstante Neusser 17.01.2016: Löwen zu geschwächt für konstante Neusser
Setzte wichtige Impule: Marcel Müller
Im ersten Spiel des neuen Jahres war für die Löwen nichts zu holen. Gegen eine konstant aufspielende Neusser Mannschaft versuchte das Rudel alles, die extrem ausgedünnte Personaldecke ließ am Ende des Tages aber nicht mehr zu als eine 29:34-Niederlage, nach der das Team von Spielertrainer Breuer dennoch mit erhobenem Haupt die Platte verlassen konnten.

Das es schwer werden würde, war in der Dumeklemmerstadt bereits im Vorfeld allen Beteiligten klar. Die individuell bestens besetzte Neusser Truppe hatte in diesem Spiel auch den quantitativen Vorteil auf seiner Seite, eine Außenseiterchance rechneten sich die Löwen trotzdem aus. Im bisherigen Saisonverlauf hatten die Neusser die Erwartungen nicht erfüllen können und unter der Woche bereits zum zweiten Mal den Trainer gewechselt.

Den Start verschliefen die Löwen leider völlig. Keine sieben Minuten waren gespielt, das stand es schon 1:6 aus Ratinger Sicht. “Wir haben in der Defensive nicht unser eigentliches Niveau erreichen können. Anstatt den Körperkontakt zu suchen, haben wir die Schützen zu nah herankommen lassen und teilweise von sieben Metern frei werfen lassen”, so Breuer zu der missglückten Anfangsphase. Langsam tastete sich das Rudel dann aber heran. Schütte (2), Breuer und der aushelfende Marcel Müller sorgten bei 5:8 in Spielminute zwölf für den Anschluss. Soviel sei vorweggenommen: Der Einsatz Müllers machte sich schnell bezahlt, er erwies sich trotz Doppelbelastung als der gefährlichste Ratinger Spieler.

Bis zum 10:13 (21.) durch Mike Schulz blieben die Gastgeber auf Tuchfühlung, Neuss nutzte dann aber eine neuerliche Schwächephase der Dumeklemmer konsequent aus. Ein 1:4-Lauf brachte das 11:17, durch großen Krafteeinsatz verkürzten sie dennoch vor dem Pausenpfiff auf 14:18. Symptomatisch für die erste Hälfte aber war der Schlussakkord. Der Neusser Klaasmann nimmt sich wenige Sekunden vor dem Ablauf auf gefühlten 15 Metern den letzten Wurf und trifft, wieder ohne Körperkontakt, zum 14:19. Das saß.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen schnell wieder in Fahrt. Drei schnelle Treffer brachten sie beim 17:19 wieder voll in Schlagdistanz und auch beim 18:20 (34.) ist noch alles drin. Doch anstelle eines offen Schlagabtausches kommt es zur Vorentscheidung im Sinne der Gäste. Sieben Tore ohne Ratinger Antwort ließen ein deutliches 18:27 (42.) aufleuchten. Die Löwen aber kämpften weiter. Über 23:30 (52., Bartmann) und 26:31 (56., Schlierkamp) bissen sie bis zum abschließenden 29:34 (59. Schütte). Ernüchtert aber nur kurzzeitig enttäuscht resümierte Kapitän Schütte nach dem Abpfiff: “Bei uns hätte alles klappen müssen und bei Neuss deutlich weniger, dann hätte es vielleicht anders ausgehen können. Letztendlich aber haben unsere Gäste eine konstante Leistung abgerufen und somit verdient beide Punkte mitgenommen.”

Zum nächsten Spiel in Minden erhoffen sich nun die Löwen eine Reduzierung des Krankenlagers, zumindest bei Fabian Bednarzik besteht eine reelle Chance auf eine Rückkehr in den Kader. Anpfiff der Auswärtspartie ist am kommenden Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Dankersen.

Aufstellung SG: Stecken, Jaeger – Müller (6), Breuer (3), Janus (1), Schütte (9/4), Schlierkamp (3), Bartmann (3), Schulz (1), Eckervogt (3)