Löwen geben Antwort – Sieg in Neuss 16.11.2014: Löwen geben Antwort – Sieg in Neuss
Brachte sich mit fünf Toren zum Auswärtssieg in Neuss ein: Christian Rommelfanger
Das Löwenrudel hat nach der schwachen Vorstellung gegen Ferndorf die einzig richtige Antwort gegeben. In allen Bereichen zeigte es sich verbessert und konnte dank der kämpferischen Einstellung auch verdient beide Punkte aus dem Neusser Hammfeld mitnehmen. Die Mannschaft profitierte dabei auch von dem Einsatz mehrerer Spieler, die unter normalen Umständen wohl nicht zum Einsatz gekommen wären. Damian Janus, Arthur Giela und Sebastian Bartmann stellten sich in den Dienst und reihten sich nahtlos in eine starke Mannschaftsleistung ein.

Die Trainingswoche bei den Dumeklemmern war gewiss keine normale. Nachdem zu Beginn die schwache Vorstellung aus dem letzten Meisterschaftsspiel aufgearbeitet wurde schwor sich das Rudel auf die kommenden Aufgaben ein. Allem voran sollte die kämpferische Einstellung auf ein deutlich höheres Niveau gehoben werden und dieses Ziel wurde fortan auch im Trainingsbetrieb verfolgt. Kurios auch das Abschlusstraining der SG: Ohne Tore in der sanierten Halle Wiesenstraße verkam die Einheit beinahe zum Improvisationstheater, Trainer und Mannschaft machten aber das beste daraus.

Wenig verwunderlich erschien es da, dass Ratkas Truppe mit einer gewissen Unsicherheit in die Begegnung startete. Gegen forsch auftretende Neusser geriet sie schnell in einen 0:3 Rückstand, ehe Schütte und Kasal beim 2:3 (7.) den Bann brechen konnten. Der Gastgeber bestimmte allerdings mit seiner körperlich starken Präsenz die Anfangsphase, das Rudel hielt aber dagegen. Ratka sah hier einen der Gründe für das Erfolgserlebnis in der Fremde: “Wenn wir hier in einen höheren Rückstand geraten wird es schwer. Aber wir konnten dagegenhalten und Neuss ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen.” Der Rückstand sollte bis zum 6:8 (16.) Bestand haben, ehe vier Dumeklemmer-Treffer in Folge die erste Trendwende einläuteten. Schulz, Schütte, Kasal und Rommelfanger hießen die Löwen-Schützen zum 10:8 (22.) und der Gastgeber sowie die mitgereisten Rudel-Fans merkten, dass mit der SG zu rechnen war.

Verschiedene Gründe waren ausschlaggebend für den Etappenerfolg nach etwa einem Drittel der Spielzeit. In der Offensive kehrte zwar mit Arthur Giela der größte Trumpf auf das Parkett zurück, doch auch Dominic Kasal und der auf Halbrechts eingesetzte Christian Rommelfanger agierten geduldig und umsichtig. Außerdem griff die taktische Maßnahme der Manndeckung gegen NHV-Regisseur Cosic, so dass die Dumeklemmerführung bis zur Pause nicht mehr hergegeben werden sollte. Mehr noch, die angesprochenen Faktoren erlaubten sogar einen Ausbau derselben zum Pausenpfiff auf 15:11.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich vorerst wenig am Spielverlauf. Auf beiden Seiten ließ die Deckungsleistung ein wenig nach, der Abstand von vier Toren blieb indes bestehen. Eine Zeitstrafe gegen Christian Rommelfanger (44.) läutete dann aber die heiße Phase des Duells ein. In eigener Überzahl tat sich nun NHV-Linkshänder Dennis Aust hervor. Mit großem Willen und Zielstrebigkeit erzielte er einen lupenreinen Hattrick und katapultierte seine Farben beim 19:20 (46.) wieder mitten ins Geschehen. Die Zeichen standen auf Wende, Damian Janus wurde unmittelbar nach Austs drittem Tor für zwei Minuten vom Feld geschickt. Doch die Löwen bissen sich in diese kritische Phase und legten den in der Vorwoche arg vermissten Kampfgeist in die Waagschale. Der psychologisch wichtige Ausgleich sollte dem NHV nicht gelingen, ein letztes waren die Gastgeber beim 21:22 (51.) in Schlagdistanz.

Die Kräfte schwanden bei beiden Teams zusehends und es waren Einzelaktionen, die den vorentscheidenden 6:1-Lauf aus Sicht des Rudels ermöglichten. Neben einem Siebenmeter (23:21, 51.) verwandelte in dieser Phase vor allem Christian Rommelfanger die entscheidenden Chancen von Halbrechts. Drei seiner insgesamt fünf Treffer gelangen ihm in den Spielminuten 52 bis 55. ehe Arthur Giela zum 27:22 (56.) traf. Aust verkürzte zwar noch einmal auf 24:27 (59.), wirklich in Gefahr gerieten die Löwen aber nicht mehr.

Sichtlich erleichtert feierte das Rudel dann nach Schlusspfiff die beiden Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nicht mehr aber eben auch nicht weniger ist das Ergebnis vom Samstag wert. Und das ist den Rudelmitgliedern durchaus bewusst: “Diese Punkte sind enorm wichtig für uns und die weiteren Spiele. Wir haben gesehen was die richtige Einstellung und die entsprechende Trainingsarbeit ermöglicht. Und dies ist für uns der einzig gangbare Weg um am Ende die Klasse zu halten.”, hofft Routinier Rommelfanger auf eine Fortsetzung in der Zukunft.

Aufstellung SG: Stecken, Piecuch – Rommelfanger (5), Giela (9), Lenz (1), Müller, Janus (3), Zobel, Schütte (6/4), Schlierkamp, Bartmann, Schulz (1), Kasal (4), Oesterwind