Spielbericht: SG Ratingen II – SFD 75 18:14 16.03.2015: Spielbericht: SG Ratingen II – SFD 75 18:14
Risikofreudig unterwegs: Marvin Kühnelt
Das Löwenrudel war vorgewarnt, als es an diesem Sonntag Morgen in die Koblenzer Straße zum Rückrundenspiel beim SFD 75 anreiste. Im Hinspiel hatte Ratingen die Garrather hoch geschlagen und vermeintlich leichtes Spiel gegen den Tabellenletzten gehabt. Doch es gab in dieser Saison auch dort schon Überraschungen, so gelang es dem SFD zu Hause bereits gegen den TV Ratingen Punkte zu holen und zuletzt auch gegen Lintorf. So war das Reserverudel unbedingt angehalten, nach den letzten beiden Pleiten wieder Zählbares mit nach Hause zu bringen, um sich bei dem Ziel Klassenerhalt genug Luft nach unten zu verschaffen.

Fast schon traditionell gab es vor dem Spiel wieder Unwägbarkeiten zu klären. René Hosan musste erneut kurzfristig absagen und so fand sich das Löwenrudel wieder selbstverwaltet, diesmal mit dem Luxusproblem von zu vielen anwesenden Spielern umgehen zu müssen. Oliver Brünink, gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, setzte freiwillig aus und nahm als Betreuer auf der Bank Platz, während sich Alex Remy und Moritz Glöckler ebenfalls in den Dienst ihrer Mannschaft stellten und sie von hinter der Bank lauthals anfeuerten und unterstützten. Da Salim Jahan Baksh wie schon in der Vorwoche fehlte, konnte Rückkehrer Kevin Kasper trotz Trainingsrückstand in die Erste Sechs aufrücken und den vakanten Platz am Kreis füllen.

Was dann folgte, war ein Spiel, welches wahrlich nicht schön anzusehen war und zeigte, dass das Rudel leider immer noch nicht in der Lage ist, seinen Stiefel unabhängig vom Gegner runter zu spielen. Der SFD erwischte mit dem ersten Tor den besseren Start, doch Ratingen ging schnell mit 4:2 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt fühlte es sich kurz so an, als könnte das Rudel seine Leistung aus dem Hinspiel wiederholen, zumal der beste Garrather Boris Zagar mit einem Muskelfaserriss aussetzen musste und sein Team nicht unterstützen konnte. Tatsächlich aber fand das Spiel in der ersten Halbzeit nur in den Abwehrreihen statt. Während sich die Garrather nicht gegen die ordentliche Ratinger Defensive durchsetzen konnten, scheiterte das Rudel immer wieder mit überhasteten Aktionen am gegnerischen Torhüter oder an sich selbst. So ging es beim Stand von 6:6 in die Kabine.

Das Rudel besprach sich, in der zweiten Halbzeit mehr auf Tempo und Zusammenspiel zu setzen um die gegnerische Abwehrreihe in Bewegung zu bringen, was allerdings wiederum nur zögerlich umgesetzt wurde. Glücklicherweise gab es immer mal wieder ein wichtiges Tor, das die Ratinger vorne hielt, so konnte Simon Bauer trotz drohendem Zeitspiel einen Ball durch die Beine seiner Gegenspieler und des gegnerischen Torwarts einnetzen, Marvin Kühnelt erlaubte sich einen riskanten aber gelungenen Dreher und auch Nico Helfrich konnte immer wieder aus dem Rückraum, platzierte Bälle im Tor unterbringen. Damit gelang es dem Rudel, sich über das 9:8 auf 13:10 abzusetzen und endlich sah es so aus, als hätte sich die Mannschaft gefangen, doch weit gefehlt. Mit unglücklichen Fehlern brachte man sich selbst wiederholt um den Ballbesitz und der SFD konnte bei noch etwas über vier zu spielenden Minuten auf 14:13 aufrücken. Nur dank toller Paraden von Tormann Hoffend, blieb die SG in dieser Phase weiter in Führung.

Die große Chance witternd, stellte der SFD auf eine offene Deckungsvariante um. Fast möchte man sagen: zum Glück für das Rudel, denn dadurch ergaben sich für den Ratinger Rückraum um Engelen, Ghiea und Helfrich sowie Glöckler am Kreis die nötigen Lücken, um noch einmal aufzudrehen und mit dem 18:14 zwei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sichern.

Die größtenteils faire Partie wurde sehr umsichtig von dem Schiedsrichtergespann Mauder und Varga geführt, das sich trotz immer wieder aufkeimender Hektik nicht aus der Ruhe bringen ließ. In der nächsten Woche geht es zu Hause gegen den bereits feststehenden Aufsteiger in die Landesliga, die Fortuna Düsseldorf. Von Seiten des Rudels schon mal einen Glückwunsch, aber natürlich wird es in seiner Höhle trotzdem versuchen, den Ligaprimus zu ärgern und im besten Fall weitere wichtige Punkte zu holen.

Hoffend, Linskens – Ghiea 4, Bauer 2, Glöckler 1, Engelen 3, Giesewski 1, Helfrich 6, Kühnelt 1, Preuss, Laag, Kasper