Zwote baut Tabellenführung aus 15.01.2017: Zwote baut Tabellenführung aus
Die Löwen freuen sich über die Herbstmeisterschaft.
Es war das lange erwartete Spitzenspiel, zwischen den Landesliga-Löwen und dem direkter Verfolger der DJK VfR Mülheim Saarn. Am Samstagnachmittag trafen sich der Tabellenführer und sein Verfolger in der Höhle der Löwen an der Gothaer Straße um nicht nur den Platz an der Sonne, sondern viel mehr auch die beste Ausgangssituation für die anstehende Rückrunde unter sich auszumachen. Über weite Strecken hielt die Partie das, was sie auf dem Papier versprach.

Die beiden besten Mannschaften der Hinrunde trennte vor der Partie lediglich ein Zähler, weshalb man bereits vor Anpfiff ein spannendes und umkämpftes Spiel erwarten durfte. Besonders in der ersten Halbzeit ließ die Begegnung in dieser Hinsicht keine Wünsche offen. Gerade in der Anfangsphase war die Nervosität auf beiden Seiten zu spüren, sodass jeder der umjubelten Treffer einem kleinen Befreiungsschlag gleich kam. Insgesamt war die erste Spielhälfte aber extrem ausgeglichen. Bis zum 5:5 ging jedes Team mal mit jeweils einem Zähler in Führung, absetzen konnte sich aber niemand. Das gelang auch im weiteren Spielverlauf nicht. Zwar konnten die Löwen beim 7:5 erstmals eine 2-Tore-Führung erzielen, die aber von den Mülheimer Gästen promt in ein 7:9 zu ihren Gunsten gedreht wurde. Folgerichtig nahm Trainer Leszek Hoft sein erstes Teamtimeout um seine Mannen auf den Endspurt der ersten Halbzeit einzustellen. Diese Auszeit zeigte ihre Wirkung, sodass die Dumeklemmer das 7:9 in den 11:10 Halbzeitstand verwandelten.

Es war ein Spiel das von seinen Phasen lebte. Immer wieder schien eine Mannschaft das berühmte Momentum für sich zu ergreifen, als es dann urplötzlich schon wieder vorbei war. So blieb die Partie für die Zuschauer in der gut gefüllten Gothaer Straße immer spannend, es bahnte sich eine spannende zweite Halbzeit an. Besonders in der Abwehr wollten sich die Löwen verbessern, Trainer Hoft war die Leistung der ersten Hälfte zu inkonstant. Mit Beginn des zweiten Durchgangs setzte sich das gewohnte Bild erstmal fort. Bis zum 14:13 hatte die Differenz des Halbzeitstandes bestand, bevor die Löwen zum ersten Mal einen kleinen Lauf starteten. Beim 17:13 konnte die SG zum erstmals eine 4-Tore-Führung erzielen, was vor allem an zwei Faktoren fest zu machen ist. Der Angriff der Roten punktete normal weiter, während sich die Deckung um Abwehrchef Julian Sommer erheblich steigerte. Immer wieder zwang man die Saarner zu Fehlern, aus denen man dann im Angriff Kapital schlagen konnte. Zweiter wichtiger Faktor in dieser Phase war der eingewechselte Nikolaus Hendrik Jänsch im Tor, der ein ums andere Mal wichtige Bälle entschärfen konnte und in der Endphase des Spiels zum X-Faktor wurde. Die erkämpfte Führung konnte dann routiniert verteidigt werden. Bis zum 20:16 hielt der Abstand von vier Toren der Mülheimer Gegenwehr stand, bevor die Löwen in den Schlussminuten noch auf den 23:17 Endstand erhöhen konnten.

Lange Zeit konnte die Begegnung dem Spitzenspielcharakter gerecht werden, der durch die lautstarke Unterstützung der Zuschauer an der Gothaer Straße untermauert wurde. Am Ende waren es Nuancen und vielleicht auch die Tagesform, die es den Ratingen ermöglichte auf vier Tore davon zu ziehen. Einmal mehr war es wieder eine dieser Phasen, die am Ende spielentscheidend sein sollte. Positiv bleibt vor allem aber die Abgeklärtheit, mit der die Roten ihre Führung ins Ziel brachten in Erinnerung. Des Weiteren konnten Stand-By-Abwehrchef Julian Sommer, der sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft stellt, und Torhüterriese Hendrik Jänsch, der einmal mehr da war als das Team ihn brauchte, überzeugen. Unter dem Strich bleibt ein enorm wichtiger Sieg, der die Löwenführung an der Tabellenspitze auf nun 3 Zähler vergrößert hat. Die Erfüllung des eigenen Saisonziels haben die Ratinger nun komplett in der eigenen Hand, für den Moment aber feiern die Löwen erstmal die vorzeitige Herbstmeisterschaft.

Jänsch, Ott – Worm 6, Schlierkamp 4, Dobrolowicz 4, Müller 3, Jahan Bakhsh 2, Steppke 1, Nitzschmann 1, Lindner 1, Ditzhaus 1, Sommer, Achenbach, Schult.