Lundaspelen lassen mA zusammenrücken 14.01.2016: Lundaspelen lassen mA zusammenrücken
Aufbruch in der Dämmerung: mA reiste nach Schweden
Am zweiten Weihnachtstag versammelten sich die Junglöwen vor der Halle an der Gothaer Straße, um die Reise nach Schweden anzutreten. Genauer gesagt ging es nach Lund im Süden Schwedens, dort fanden wie jedes Jahr die Lundaspelen, eins der größten Jugendhandballturniere, statt. Teile der Mannschaft hatten sich  schon 2013 und 2014 auf den Weg gemacht, hatten jedes Mal viel Spaß und so war die Teilnahme 2015 beschlossene Sache.

Um 8 Uhr morgens fuhren beide Kleinbusse, vollgepackt mit Gepäck und bestens gelaunten A-Jugendlichen, los und steuerten das erste Ziel Puttgarden an. Von dort aus ging die Fahrt für rund 40 Minuten mit der Fähre weiter. In Dänemark angekommen überfuhr man schon bald die bekannte Öresundbrücke (7450 Meter lang), welche Kopenhagen und Malmö verbindet. Nachmittags war dann Ankunft in Lund, wo erst einmal in der zugewiesenen Schule die Schlafstelle der Junglöwen aufgeschlagen wurde. Als alle zur Ruhe gekommen waren, wurden einige sehr unterhaltsame Gruppenspiele gespielt, bevor alle mehr oder weniger erschöpft in die Betten fielen.

Am nächsten Tag wurde in der naheliegenden Kantine das Frühstück eingenommen, um gut gestärkt in die ersten Spiele zu gehen. IK Sävehof 2 hieß der erste Gegner am Sonntagnachmittag. Allerdings waren die Schweden nicht in der Lage die Ratinger vor große Probleme zu stellen und so siegte die SG souverän mit 18:10. Nach einer kurzen Pause bestritten die Junglöwen  schon das letzte Spiel für den ersten Turniertag gegen H43 Lund. Die Gastgeber waren vor dem Turnier einer der Favoriten auf den Sieg, also erwarteten einige eine Vorführung. Doch dank dem Rückenwind aus der ersten Partie gelang es der SG das Spiel ziemlich lange offen zu halten. Allerdings verloren die Dummeklämmer rund fünf Minuten vor Schluss den Faden in der Defensive, was im Endeffekt ausschlaggebend für die 23:14 Niederlage war, welche in der Höhe wirklich nicht hätte sein müssen. Nach dem Abendessen ging es dann wieder in die Unterkunft, wo man abschalten konnte oder in der Halle nebenan Handball gucken konnte.

Am fortgeschrittenen Abend fanden sich wieder alle Spieler im Klassenraum, in dem man nächtigte, zusammen und es wurden wieder bei heiterer Stimmung Gruppenspiele gespielt. Am nächsten Tag war nicht wirklich ausschlafen angesagt, denn um 8:30 Uhr stand schon das ersten Spiel des Tages gegen TMS Ringsted (späterer Turniersieger) an. Gegen diese Mannschaft flogen die Junglöwen im Jahr davor im Penaltywerfen aus dem Turnier und alle waren trotz der Uhrzeit heiß auf die Revanche. Jedoch gelang diese leider nicht und man musste sich aufgrund inkonstanter Leistungen mit 15:9 geschlagen geben. Auch in diesem Spiel war mehr für das Team von Etienne Mensger drin und alle merkten spätestens jetzt, dass man sich auf diesem Niveau keine Schwächephase leisten kann. Allerdings hieß es Köpfe aufrichten und im nächsten Spiel gegen die HSG Schwanewede wieder alles geben. Beim deutschen Duell war einiges an Spannung und gutem Handball geboten und es war ein Spiel auf Messers Schneide. Erst in den Schlusssekunden gelang es der HSG zum ersten und einzigen Mal in dieser Partie in Führung zu gehen. Somit verloren die Junglöwen ihr letztes Spiel in der Gruppenphase mehr als ärgerlich mit 16:15, schloss die Gruppe als Viertplatzierter ab und qualifizierte sich damit für das B-Turnier.

Am nächsten Turniertag traf man also in der K.O.-Phase des B-Turniers auf Oberursel 2 und stand somit erneut einem deutschen Team gegenüber. Die Junglöwen hatten es ins Achtelfinale geschafft und wollten nun von Spiel zu Spiel schauen. Doch erstmal musste man die Aufgabe Oberursel 2 bewältigen, was sich nicht als Zuckerschlecken herausstellen sollte. In einer spannenden Partie schien erst Oberursel als der klare Sieger, da es ihnen zwischenzeitlich gelang an der SG mit 12:7 vorbeizuziehen. Doch die Junglöwen zeigten Moral und kämpften sich wieder auf ein 12:12 heran. Allerdings belohnten sich die Ratinger nicht selbst, sondern gerieten in Hektik und machten Leichtsinnsfehler. So hieß der Endstand 14:12 für Oberursel und damit war die SG aus dem Turnier.

Die Enttäuschung war riesengroß, da in diesem B-Turnier einiges mehr drinnen gewesen wäre. Nachdem die Enttäuschung halbwegs verflogen war, besuchte die Mannschaft am Abend ein Spiel der ersten schwedischen Liga. Es trafen Lugi und Sävehof aufeinander und die ganze Truppe hatte Spaß bei einer spannenden und temporeichen Begegnung. Anschließend ließen erschöpfte Junglöwen den letzten Abend ausklingen.

Sachen packen war am nächsten Morgen angesagt und alle bemühten sich, ihre Sachen so schnell wie möglich in die Kleinbusse zu laden und den Klassenraum so sauber wie möglich zu hinterlassen. Anschließend machte sich das Team in Richtung Sparbanken Skane Arena (Finalhalle) auf, um die Finalspiele einiger Altersklassen anzuschauen. Nach dem Finale der Boys 19 traten die Junglöwen die Reise in Richtung Heimat an. Nach einer kräftezehrenden Fahrt kamen beide Busse am 30.Dezember um 21:45 Uhr unversehrt wieder in Ratingen an.

Ein wirklich GROßES Dankeschön geht an die beiden Fahrer Etienne Mensger und Jörg Nitzschmann! Ohne die Unterstützung der Beiden wäre diese Fahrt nicht realisierbar gewesen.