Löwen liefern gegen Gummersbach 13.11.2016: Löwen liefern gegen Gummersbach
Hielt alle drei Seibenmeter und erzielte ein Tor: David Ferne
Wie wichtig dieser erste Saisonsieg für die Löwen war, konnte man unmittelbar nach Abpfiff auf der Platte sehen. Bruchteile danach verschmolz nämlich das Team zu einem hüpfenden und schreienden Rudel, die abfallende Anspannung war spürbar. Die gewonnenen zwei Punkte ermöglichen es der SG, die rote Laterne abzugeben und auf den 13. Rang zu klettern.

Im zehnten Spiel der Saison also ist es soweit. Zwei Zähler verbuchen die Jungs um Spielertrainer Simon Breuer, die vor allem eins sind: Balsam für die geschundene Löwenseele. Den Erfolg möglich machte eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der zwei Akteure ein wenig herausragten. David Ferne vernagelte seinen Kasten und vorne bewies mit Timo Worm einer der jüngsten Löwen Kaltschnäuzigkeit und Durchsetzungsvermögen. Doch zunächst sahen die Zuschauer in der Höhle der Löwen wenig von dem, was sich im Team erst im Laufe der Partie erst entwickelte. Der Druck, unter dem das Rudel stand, wirkte sich besonders in den ersten Minuten aus. Bis zum 2:3 (5.) lief es mäßig aus Sicht der Gastgeber, die vor allem sich selbst beweisen wollten, dass sie der Spielklasse gewachsen sind. Sebsatian Bartmann war es, der diesen Beweis als erster antrat und nicht nur die ersten beiden Löwentore erzielte, sondern auch den ersten Siebenemeter für Timo Worm herausholte.

Der verwandelte nervenstark und nun waren es die Löwen, die in Vorlage gingen. Simon Breuer, am Ende des Tages mit sieben Torene erfolgreichster Feldtorschütze, holte die erste Rudelführung heraus und erneut Worm vom Punkt zum 6:4 (13.) deuteten darauf hin, dass sich die SG nun gefangen hatte. Doch ganz rund lief es noch nicht. Immer wieder schlichen sich leichte Fehler ein, die Gummersbach ausnutzte und seinerseits Mitte der ersten Halbzeit beim 6:7 wieder in Führung ging. Die Löwen blieben aber ruhig. Vier Tore in Folge erzielten sie, ermöglicht durch einen an diesem Abend bärenstarken David Ferne. Der entschärfte in dieser Phase auch den ersten Gästesiebenmeter, der Zwischenspurt führte zur ersten Drei-Tore-Führung, die bis zur Halbzeit Bestand haben sollte. “Wir haben uns richtiggehend in das Spiel hineingebissen. Vieles lief nicht rund und das kann man in unserer Lage auch nicht von jetzt auf gleich erwarten, aber die Jungs haben genau das Richtige getan. Zum Beispiel Arthur Giela, der wenig Wurfglück hatte, dann aber wichtige Anspiele einstreut”, freute sich Kaptän Ben Schütte über die Charakterstärke des Teams. Mit 13:10 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Direkt nach dem Wiederanpfiff kam es zu einem kleinen Novum, als Carsten Jacobs das 14:10 erzielte. Hießen die Torschützen in Durchgang eins entweder Bartmann, Breuer oder Worm, zogen nun weitere Löwen nach. Offen blieb es bis zum 16:14 (38.) aber dennoch, die entscheidende Phase brach an. Kontinuierlich distanzierten die Löwen den Gegner, ließen hinten fast nichts mehr zu und spielten vorne ihren Stiefel herunter. Die Krönung des 9:1-Laufes und die erste zweistellige Führung erzielte in der 55. Spielminute David Ferne. Gedankenschnell feuerte der Löwen-Schlussmann in das verwaiste Gummersbacher Tor, das Duell war hier schon entschieden. Auf dem Weg zum ersten Saisonsieg durften sich die Löwen aber doch noch über ein besinderes Ereignis freuen. Der erst Siebzehnjährige Yannik Nitzschmann kam in den letzten Spielminuten für Flo Schlierkamp auf Linksaußen und erzielte prompt seinen ersten Treffer in Liga 3. Kurze Zeit später war das 28:17 eingetütet und die Freude nahm ihren Lauf.