Zweite Herren: Ausrufezeichen im Spitzenspiel 13.02.2017: Zweite Herren: Ausrufezeichen im Spitzenspiel
Salim & Basti freuen sich über einen besonderen Sieg.
Es musste eine Reaktion erfolgen, das war allen klar. Letzte Woche verlor die Zwote bei abstiegsgefährdeten Uerdingern, nur sieben Tage später kam der Tabellendritte, der Lokalrivale des ART Düsseldorfs in die Höhle der Löwen. Im Hinspiel, das die beiden Aufstiegsaspiranten ungeschlagen begannen, mussten die Ratinger Löwen ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, extrem bitter fiel nach dem Schlusspfiff der Treffer zur Niederlage. Ausreichend Motivation um es im dritten Rückrundenspiel besser zu machen. Die Spieler Schult, Jahan Bakhsh und Schlierkamp waren im Vergleich zur Vorwoche wieder an Bord, verzichten mussten die Dumeklemmer wieder einmal auf Marcel Müller und Fabian Zarnekow (1. Herren). Dazu gesellten sich die beiden Torhüter Leo Loose (1. Herren) und Hendrik Jänsch (verletzt), sodass das 44-jährige Urgestein Armin Zielke einmal mehr die Schuhe schnürte und sich in den Dienst der Mannschaft stellte.

Den besseren Beginn erwischten die Hausherren, die sich schnell auf 3:1 und 6:3 absetzen konnten. In Folge dessen agierten die Löwen durch vier Zeitstrafen gegen Jahan Bakhsh, Dobrolowicz und 2x Nitzschmann knapp 10 Minuten in Unterzahl, die es den Düsseldorfern zwar ermöglichte beim 7:7 den Ausgleich zu erzielen, die Führung blieb aber immer in den Pfoten der Löwen. Einen großen Anteil daran hatte auch Torhüter Michael Hoffend von Knobloch, der im ganzen Spiel glänzend aufgelegt war und vor allem in dieser Phase wichtige Bälle entschärfen konnte. Nach dem zwischenzeitlichen Remis schalteten die Löwen wieder einen Gang hoch und konnten nach dem 10:7 beim 14:10 die erste Vier-Tore-Führung erzielen. Anschließend verkürzte der ART zum 15:12 Halbzeitstand.

Viel zu beanstanden gab es eigentlich nicht. Die Grundeinstellung passte und auch auf der Platte war die Partie fest in der Hand der Roten. Eines der Erfolgsgeheimnisse war sicherlich die frühe Manndeckung gegen den Rather Rückraumshooter Steffen Neukirchen. Dessen Kreise konnten durch Bastian Lindner weitestgehend eingeschränkt werden, sodass man die Düsseldorfer Offensive um ihre größte Waffe beraubte. Nach der Pause erhöhten die Löwen das Tempo erneut, während den Gästen offensiv immer weniger einfiel. Im Ratinger Angriff überzeugte vor allem die Achse aus Mittelmann Bastian Schlierkamp und dem wuchtigen persischen Kreisläufer Salim Jahan Bakhsh (beide 6 Treffer), genauso wie der eingewechselte Junglöwe Clemens Oppitz (4 Tore), der am Schwung der zweiten Hälfte maßgeblich beteiligt war. Schnell konnten sich die Dumeklemmer auf 18:13 und 23:15 absetzen, die Vorentscheidung war gefallen. Die Roten ließen nicht nach und zogen Abwehr als auch Angriff mit der selben Intensität wie zu Spielbeginn durch, sodass beim 27:17 die erste 10-Tore-Führung zu Gunsten der Löwen fiel. Trainer Leszek Hoft freute sich besonders, dass gerade im Spitzenspiel alle Spieler, inklusive Teilzeit-Handball-Rentner Zielke, Einsatzminuten bekamen und die Ratinger so einen gelungenen Teamsieg feiern konnten. Über ein 30:20 lief das Spiel so dem umjubelten 33:21 Endstand entgegen.

Alles in allem können die Dumeklemmer einen, auch in dieser Höhe, verdienten Sieg feiern, der hinsichtlich der Hinrunde und des letzten Spieltages die richtige Reaktion und das richtige Signal für die kommenden Wochen zu sein scheint. Beide Teams agierten ohne U21-Spieler der jeweiligen ersten Herren und während die Rather Spieler wie Shogo Mido oder Andreas Stüsgen vermissten, fehlten bei den Löwen Routinier Marcel Müller, Abwehrchef Zarnekow und 2/3 etatmäßigen Torhüter. In der Tabelle bleibt für die Ratinger der hauchdünne Vorsprung von einem Punkt auf Verfolger Saarn bestehen, während sich die Landeshauptstädter mit nun fünf Punkten Rückstand auf die Spitze vorerst aus dem Aufstiegsrennen verabschieden. Für die Löwen geht die Verteidigung der Tabellenspitze bereits in der nächste Woche weiter, bevor die Landesliga dann ein Wochenende „Karnevalsfrei“ hat. Mit der Einstellung und Ausführung des vergangenen Wochenendes können die Dumeklemmer optimistisch in die nächsten Wochen blicken.

Hoffend, Zielke – Jahan Bakhsh 6, Schlierkamp 6, Oppitz 4, Dobrolowicz 4, Ditzhaus 4/3, Schult 3, Nitzschmann 3, Steppke 1, Lindner 1, Achenbach 1, Bauer, Holtgrave.